
Das vollständige Roundtable-Gespräch finden Sie hier.
Investitionen in die Assetklasse Infrastruktur stellen für institutionelle Investoren aus verschiedensten Gründen eine interessante Anlagealternative dar. Sie bieten nicht nur stabile und langfristige Cashflows, sondern die Renditen von Infrastrukturprojekten weisen oft auch eine niedrige oder negative Korrelation zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen auf.
Darüber hinaus tragen Infrastrukturinvestitionen auch zur gesellschaftlichen Entwicklung bei. Institutionelle Investoren haben ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltiger Investitionen. Infrastrukturprojekte bieten häufig die Möglichkeit, positive soziale und ökologische Auswirkungen zu erzielen. Von erneuerbaren Energien bis hin zum Ausbau und der Modernisierung von Verkehrssystemen können Infrastrukturinvestitionen dazu beitragen, eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung zu fördern.
In einem diversifizierten Portfolio sollten Infrastrukturinvestitionen daher nicht fehlen.
Im Rahmen des dpn-Roundtables diskutierte Dr. Dirk Krupper, Mitglied der Geschäftsführung, mit Investorenvertretern und Asset Managern über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Assetklasse Infrastruktur. Moderiert wurde das Gespräch von Dr. Guido Birkner, Chefredakteur dpn, und Patrick Daum, Redakteur dpn.

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Für institutionelle Aktienportfolios rückt die Faktorallokation wieder stärker in den Fokus. Dabei zählt nicht nur, welche Stilfaktoren attraktiv sind, sondern vor allem, wie sie miteinander kombiniert werden. Momentum profitiert zwar weiterhin von der KI-Dynamik, überschneidet sich in den USA inzwischen jedoch stark mit Mega-Cap-Tech. Damit steigt zugleich das Konzentrationsrisiko: Hohe Bewertungen, steigende Zinsen und die Frage, ob sich die enormen KI-Investitionen tatsächlich auszahlen, machen ausgerechnet die bislang stärksten Marktsegmente anfälliger. Europa bietet dagegen eine breitere Faktorlandschaft. Banken, Industrie, Energie, Infrastruktur und ausgewählte Technologiewerte sorgen für unterschiedliche Renditetreiber; hinzu kommen moderatere Bewertungen. Dies schafft ein günstigeres Umfeld für Value, Dividend Yield und Low Risk.
Gastbeitrag veröffentlicht am 14.10.2026 in IPE D.A.CH
Autobahnen, Funkmasten, Flughäfen oder Stromnetze – Infrastruktur umgibt uns tagtäglich. Klar ist: Ohne eine intakte Infrastruktur würde unsere gesamte Wirtschaft und moderne Gesellschaft schlichtweg aufhören zu funktionieren. Sie bildet das unentbehrliche Fundament für modernen Wohlstand, industrielle Wertschöpfung und das tägliche Zusammenleben. Die Assetklasse Infrastruktur kann in sechs Sektoren, wie z.B. Energie, Erneuerbare Energien, Versorgung, Kommunikation, Transport und soziale Infrastruktur, eingeteilt werden (siehe nachfolgende Abbildung).
Der Ausbau der Stromnetze ist eine Voraussetzung für die Energiewende – und erfordert langfristiges Kapital. Für institutionelle Investoren eröffnet sich damit ein Anlagethema an der Schnittstelle von Energieversorgung und Infrastruktur. Wie eine mittelbare Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion strukturiert ist und welche Rolle sie im Portfolio spielen kann, erläutern Ines Weber und Max-Fabian Glöckner im Interview. Für Kreditinstitute gehen sie zudem auf die regulatorische Eigenkapitalunterlegung der gewählten Fondsstruktur ein.