Secondaries Der Zweitmarkt für institutionelle Immobilienfonds

Im Vergleich zu traditionellen Wertpapieren gelten Investitionen in institutionelle Immobilienfonds aufgrund ihrer eingeschränkten Liquiditätsmechanismen als hoch illiquide. Der Zweitmarkt für institutionelle Immobilienfondsbeteiligungen bietet die Möglichkeit, Liquidität freizusetzen und stellt somit ein attraktives Instrument zur Portfoliosteuerung dar.

Bettina Siegel Zitat

„Durch unser breites Netzwerk und dank der Reputation als erfahrener Investmentmanager verfügen wir über einen regelmäßigen Deal Flow im Bereich der Zweitmarkt-Transaktionen.“

Bettina Siegel

Abteilungsleiterin Transactions & Strategy Real Assets

Helaba Invest als langjähriger Akteur am Zweitmarkt

Als Helaba Invest sind wir für unsere institutionellen Immobilienfonds seit vielen Jahren am Zweitmarkt aktiv und haben den ersten von drei Secondaries-Dachfonds im Jahr 2015 aufgelegt.

Seit 2015 konnten wir über 70 Zweitmarkt-Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 860 Mio. EUR erfolgreich durchführen. Die Mehrzahl dieser Transaktionen verlief „off-market“ (also ohne zusätzliche Makler und Vermittlungsgebühren für den Anleger) und konnte über unser breites Netzwerk umgesetzt werden.

 

Motive für Zweitmarkttransaktionen

Die Motive für Zweitmarkttransaktionen sind vielfältig. Verkäufer am Zweitmarkt für Immobilienfondsbeteiligungen profitieren von der Möglichkeit eines aktiven Portfoliomanagements bei an sich weitgehend illiquiden Fondsbeteiligungen. Durch den Verkauf der Beteiligungen am Zweitmarkt können sich Investoren von geschlossenen Vehikeln oder Fonds mit geringer Liquidität, limitierten Rücknahmevolumina oder zeitlich begrenzten Rücknahmefenstern trennen. Motive hierfür können beispielsweise die Anpassungen der Asset Allocation oder auch die Bereinigung des Portfolios um nicht mehr strategiekonforme Beteilungen sein.

Die Käufer am Zweitmarkt sind ebenfalls vor allem aus strategischen Gründen aktiv. Durch den Erwerb von bestehenden Fondsanteilen kann eine Position schneller aufgebaut werden als durch Zeichnung eines neu aufgelegten Fonds. Auch erfolgt durch die Investition in ein bestehendes Portfolio unmittelbar die Partizipation an den Mieteinnahmen und möglichen Wertsteigerungen. Je nach Marktlage besteht weiterhin die Möglichkeit zu attraktiven Einstiegspreisen.

Transaktionsmotive_Secondaries

Breites Netzwerk ermöglicht guten Marktzugang

Durch unser breites Netzwerk und dank der Reputation als erfahrener Investmentmanager verfügen wir über einen regelmäßigen Deal Flow im Bereich der Zweitmarkt-Transaktionen. Dieses Netzwerk bauen wir kontinuierlich aus, um für unsere Investoren die besten Ergebnisse zu erzielen.

Im Rahmen unseres kontinuierlichen Austausches sprechen wir Manager regelmäßig auf mögliche Zweitmarkt-Transaktionen an. Darüber hinaus profitieren Investoren von unserem intensiven Austausch mit spezialisierten Brokern und anderen Zweitmarkt-Investoren.

Umfassender Due Diligence Prozess

Die Preisfindung für Fondsanteile ist zweifellos eine der herausforderndsten Aufgaben bei einer Secondaries-Transaktion. Diese erfolgt auf der Grundlage einer umfassenden Due Diligence auf Immobilien-, Fonds- und Managerebene.

Auf Basis eines Bottom-up-Ansatzes erstellen wir für jede einzelne Fondsimmobilie einen eigenen Cashflow-Plan. Dieser wird im Anschluss auf Portfolioebene zu einem Fondsmodell aggregiert und um fondsspezifische Parameter wie z.B. Fondskosten, Bilanzpositionen etc. ergänzt. Unser Ziel dabei ist es, nicht nur ein detailliertes Verständnis des Portfolios zu erhalten, sondern auch mögliche Bewertungsreserven oder -risiken zu identifizieren.

Vor dem Hintergrund des spezifischen Risikoprofils eines Fonds wird die aus dem Investment erwartete Zielrendite bestimmt. Hieraus lässt sich der Kaufpreis für die angebotenen Anteilscheine ableiten. Unsere wirtschaftliche Due Diligence umfasst dabei nicht nur das Portfolio, sondern erstreckt sich auch auf den Manager, dessen Erfahrung, Stabilität und Track Record. Dies ist für uns von entscheidender Bedeutung. Eine rechtliche und steuerliche Due Diligence runden den Prüfungsprozess ab.

 

Individuelle Lösungen durch persönliche Beratung

Nicht zuletzt durch die persönliche Betreuung eines jeden Mandates durch einen erfahrenen Portfolio Manager stehen wir für passgenaue Lösungen, die sich auch im aktuellen Kapitalmarktumfeld durch ein ansprechendes Rendite-/ Risikoprofil auszeichnen.

Wissen entscheidet.

Verzahnte Portfoliostruktur Infrastruktur 2

Verzahnte Portfoliostruktur: Warum nicht-börsennotierte Infrastruktur Equity- und Debt-Fonds in ein gemeinsames Mandat gehören

Autobahnen, Funkmasten, Flughäfen oder Stromnetze – Infrastruktur umgibt uns tagtäglich. Klar ist: Ohne eine intakte Infrastruktur würde unsere gesamte Wirtschaft und moderne Gesellschaft schlichtweg aufhören zu funktionieren. Sie bildet das unentbehrliche Fundament für modernen Wohlstand, industrielle Wertschöpfung und das tägliche Zusammenleben. Die Assetklasse Infrastruktur kann in sechs Sektoren, wie z.B. Energie, Erneuerbare Energien, Versorgung, Kommunikation, Transport und soziale Infrastruktur, eingeteilt werden (siehe nachfolgende Abbildung).

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Amprion: Ein Investment zwischen Regulierung, Stabilität und Energiewende

Der Ausbau der Stromnetze ist eine Voraussetzung für die Energiewende – und erfordert langfristiges Kapital. Für institutionelle Investoren eröffnet sich damit ein Anlagethema an der Schnittstelle von Energieversorgung und Infrastruktur. Wie eine mittelbare Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion strukturiert ist und welche Rolle sie im Portfolio spielen kann, erläutern Ines Weber und Max-Fabian Glöckner im Interview. Für Kreditinstitute gehen sie zudem auf die regulatorische Eigenkapitalunterlegung der gewählten Fondsstruktur ein.

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Faktorbreite statt Faktorwette: Wenn Momentum zum KI-Klumpenrisiko wird

Für institutionelle Aktienportfolios rückt die Faktorallokation wieder stärker in den Fokus. Dabei zählt nicht nur, welche Stilfaktoren attraktiv sind, sondern vor allem, wie sie miteinander kombiniert werden. Momentum profitiert zwar weiterhin von der KI-Dynamik, überschneidet sich in den USA inzwischen jedoch stark mit Mega-Cap-Tech. Damit steigt zugleich das Konzentrationsrisiko: Hohe Bewertungen, steigende Zinsen und die Frage, ob sich die enormen KI-Investitionen tatsächlich auszahlen, machen ausgerechnet die bislang stärksten Marktsegmente anfälliger. Europa bietet dagegen eine breitere Faktorlandschaft. Banken, Industrie, Energie, Infrastruktur und ausgewählte Technologiewerte sorgen für unterschiedliche Renditetreiber; hinzu kommen moderatere Bewertungen. Dies schafft ein günstigeres Umfeld für Value, Dividend Yield und Low Risk.

Gastbeitrag veröffentlicht am 14.10.2026 in ‌IPE D.A.CH