Regulatorische Kapitalanlage

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Für regulierte institutionelle Anleger, die strenge Vorgaben und Richtlinien hinsichtlich ihrer Kapitalanlage einhalten müssen, bieten wir spezialisierte Lösungen an. Eine ausgewogene Risikoverteilung und hohe Anforderungen an die Liquidität spielen dabei eine entscheidende Rolle.


LCR-Anlagen

Die Liquiditätsanforderungen für Kreditinstitute werden in der Capital Requirements Regulation (CRR) geregelt. Die CRR enthält die im Basel-III-Rahmenwerk festgelegten Liquiditätskennzahlen, die für Kreditinstitute verbindlich sind. Eine wesentliche Kennzahl ist Liquidity Coverage Ratio (LCR). Diese Kennzahl stellt sicher, dass Kreditinstitute einen ausreichenden Liquiditätspuffer vorhalten, um ein kombiniertes Szenario aus institutsindividuellem und systemischem Stress über einen Zeitraum von 30 Tagen zu überleben.

Neben einem LCR-Pool-Spezialonds mit einer hohen LCR-Anrechnungsquote von  mindestens 85 Prozent bieten wir zahlreiche individuelle Lösungen im Bereich der LCR-konformen Kapitalanlage.

Wir stellen die Einhaltung der LCR-Konformität jederzeit sicher und bieten unseren Kunden darüber hinaus ein umfangreiches LCR-Reporting inklusive Zertifizierung durch einen Wirtschaftsprüfer.

Anlagen nach dem Sozialgesetzbuch

Die Sozialversicherungsträger (Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungsträger) sind verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben bei der Anlage und Verwaltung ihrer Geldanlagen zu beachten. Vorrang hat dabei die Sicherheit der Geldanlagen.

Grundprinzipien der Anlagen nach SGB IV:

  • Potenzielle Verluste sollten vermieden werden.
  • Ein angemessener Ertrag wird angestrebt.
  • Eine ausreichende Liquidität soll gewährleistet sein.

Das Bundesamt für Soziale Sicherung führt die Rechtsaufsicht in diesem Bereich. Die Sozialversicherungsträger unterliegen bei ihren Kapitalanlagen den restriktiven Vorschriften des deutschen Sozialgesetzbuchs (SGB IV), die ihre Handlungsoptionen begrenzen.

Unsere regulatorischen Lösungen im Überblick:

HI-LCR-P1-Fonds

Der HI-LCR-P1-Fonds investiert in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere hoher Bonität.

Hohe Diversifikation durch breite internationale Streuung in unterschiedliche Rentenklassen

Das Ziel des Fonds ist es, eine attraktive Rendite bei geringem Risiko zu erzielen. Dies wird erreicht durch eine breite Streuung in internationale Euro denominierte festverzinsliche Wertpapiere unterschiedlicher Rentenklassen (Staatsanleihen, SSA’s, Covered Bonds, Unternehmensanleihen). Eine Anrechnungsquote von mindestens 85% ist jederzeit gegeben. Durch seine Ausgestaltung kann der Fonds auch im Anlagebuch gehalten werden. Zur Risikosteuerung wird ein aktives Durationsmanagement über hochliquide Zinsfutures eingesetzt.

Individuelle LCR Kapitalanlagen

Sprechen Sie uns für individuelle Lösungen zur Erfüllung Ihrer LCR-Anforderung gerne an.

Individuelle SGB IV-konforme Kapitalanlagen

Sprechen Sie uns für individuelle Lösungen für Ihre SGB IV-konforme Kapitalanlage gerne an.

Individuelle Lösungen durch persönliche Beratung

Nicht zuletzt durch die persönliche Betreuung eines jeden Mandates durch einen erfahrenen Portfolio Manager stehen wir für passgenaue Lösungen, die sich auch im aktuellen Kapitalmarktumfeld durch ein ansprechendes Rendite-/ Risikoprofil auszeichnen.

Wissen entscheidet.

ALC dpn WS Helaba Invest

Sehen wir uns auf der dpn ASSETS & LIABILITIES CONVENTION #6?

Am 15. und 16. September 2026 ist es in der Zeche Zollverein in Essen wieder so weit: die dpn ASSETS & LIABILITIES CONVENTION wird für zwei Tage zur wichtigsten Informationsplattform für das Pension- und Asset Management.

Wir freuen uns sehr, Sie an unserem Stand Nr. 16  zu empfangen.

Melden Sie sich gleich für unseren Workshop an!

Biodiversität als Investmentthema: Engagement im Chemiesektor

Ökonomische Relevanz von Biodiversität im Asset Management am Beispiel der Chemiebranche

Biodiversität als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität

Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst die Vielfalt von Ökosystemen, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Diese Ebenen sind eng miteinander verbunden und bilden die Grundlage stabiler und leistungsfähiger Ökosysteme.

Funktionierende Ökosysteme erbringen zentrale Naturleistungen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaregulierung und Luftreinigung. Diese Leistungen sind nicht nur ökologisch bedeutsam, sondern auch wirtschaftlich relevant. Sie ermöglichen Produktion, stabilisieren Lieferketten und sichern langfristige Wertschöpfung. [1]

Der Zustand der Biodiversität verschlechtert sich deutlich. Seit 1970 sind die überwachten Bestände wildlebender Wirbeltiere im Durchschnitt um rund 73 Prozent zurückgegangen, bei Süßwasserarten liegt der Rückgang sogar bei rund 85 Prozent. [2] gleichzeitig stehen zentrale Ökosystemleistungen zunehmend unter Druck. Der Verlust ausgewählter Naturleistungen wie Bestäubung, marine Fischerei und Waldleistungen könnte ab 2030 jährliche globale Wohlstandsverluste von bis zu 2,7 Billionen US-Dollar verursachen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind Landnutzungsänderungen, landwirtschaftliche Expansion, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Verschmutzung und Klimawandel. [3]

Schwellenländeranleihen Safe Haven

Schwellenländeranleihen – der neue Safe Haven für Investoren?

Der Begriff „Safe Haven“ in Kombination mit Emerging Markets klingt ungewohnt und ist natürlich eine leichte Zuspitzung. Tatsächlich assoziieren wir Anleihen in Schwellenländern intuitiv mit Staatspleiten, Bankinsolvenzen, Hyperinflationen, politischen Kapriolen und hohen Zahlungsausfällen – Paradebeispiel des noch jungen 21. Jahrhundert dafür ist Argentinien. Wer an sichere Häfen denkt, hat für gewöhnlich eher Bundesanleihen, US-Treasuries oder hochliquide Investment-Grade-Corporate Bonds aus den Industrieländern vor Augen.

Aber ist dieses Bild noch zeitgemäß? Die durchschnittliche Verschuldung der sieben größten Indexgewichte der gängigen EM-Benchmark JP Morgan EMBI Global Diversified Index beträgt deutlich weniger als die Hälfte der Durchschnittsverschuldung der G7-Staaten. Das zeigt bei allen Unterschieden, dass solide Staatshaushalte keine Frage der Himmelsrichtung mehr sind. Eine Neuorientierung darüber, wo eigentlich sichere Häfen heutzutage liegen, scheint daher angebracht.

veröffentlicht in der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“ 16/2026