Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ist ein wichtiger Bestandteil unserer strategischen Weiterentwicklung und fließt, abhängig von Geschäftsbereich, Produkt und Anlagestrategie in ausgewählte Unternehmens- und Investmentprozesse ein. Wir sind überzeugt, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten neben weiteren wirtschaftlichen Faktoren dazu beitragen kann, langfristige Chancen zu erkennen und Risiken besser zu berücksichtigen. Diesem Verständnis folgend entwickeln wir unsere Investmentprozesse kontinuierlich weiter.
Bei allen von uns gemanagten Fonds berücksichtigen wir ökologische und soziale Aspekte in unseren Investitionsentscheidungen. Dazu gehören unter anderem definierte Ausschlusskriterien für bestimmte Wirtschaftsaktivitäten gemäß unsere Sustainable Investment Framework. Wir sind überzeugt, dass wir damit langfristige Entwicklungen unterstützen und Unternehmen bei nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen begleiten können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Mitarbeitenden entwickeln wir unsere Investmentansätze kontinuierlich weiter, um Nachhaltigkeitsaspekte noch stärker in unserer Geschäftstätigkeit und unseren Investmentprozessen zu berücksichtigen. Aus diesem Selbstverständnis heraus berücksichtigen wir neben wirtschaftlichen Aspekten auch ökologische, soziale und Governance-Aspekte (ESG) im Rahmen unseres Sustainable Investment Frameworks in unseren Investmentprozessen. Als Unterzeichnerin der Principles for Responsible Investment (UN PRI) bekennen wir uns zu den sechs Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren. Dabei berücksichtigen wir Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) im Rahmen unserer Investitionsentscheidungen und entwickeln unsere Ansätze kontinuierlich weiter.
„Nachhaltigkeitsaspekte sind fest in unseren Investmentprozessen und in unserer Unternehmensstrategie verankert. Bei alle von uns gemanagten Fonds gemäß Art. 8 SFDR ermöglichen wir institutionellen Anlegerinnen und Anlegern durch die Festlegung von Mindeststandards, ökologische und soziale Merkmale strukturiert und transparent in ihre Kapitalanlage einzubeziehen. Darüber hinaus berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte auch in unserem eigenen Geschäftsbetrieb, in unserem Personalmanagement sowie in unserem gesellschaftlichen Engagement“
Gute Unternehmensführung
Wir fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Prozesse und unserer Unternehmenskultur, um Nachhaltigkeitsaspekte stärker in unserem Handeln zu berücksichtigen.
Nicht nur in den Anlagestrategien gemäß unserem Sustainable Investment Framework berücksichtigen wir ökologische, soziale und Governance-Aspekte (ESG), sondern auch in unserer Geschäftstätigkeit. Dabei berücksichtigen wir relevante Entwicklungen und Rahmenbedingungen im Bereich Nachhaltigkeit und entwickeln unsere Prozesse kontinuierlich weiter.
Eine gute Unternehmensführung bedeutet für uns, unsere Geschäftstätigkeit nach den Prinzipien der Transparenz und der Integrität sowie nach einer langfristigen Perspektive auszurichten. Es geht darum, die Interessen unserer Anleger und Mitarbeitenden angemessen zu berücksichtigen, klare Ziele zu setzen, effektive Strukturen und Prozesse zu etablieren, um Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen, sowie eine offene Kommunikation und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten. Eine gute Unternehmensführung trägt dazu bei, das Vertrauen unserer Stakeholder und der Gesellschaft insgesamt zu gewinnen und zu erhalten.
Seit 2020 nutzen wir CO2-Zertifikate für unseren Geschäftsbetrieb
Zusätzlich zu unserem Klimaschutzbeitrag in der Kapitalanlage möchten wir auch die Emissionen unserer eigenen Geschäftstätigkeit reduzieren. Die Räumlichkeiten der Helaba Invest befinden sich in einem sog. Green Building, welches mit der LEED („Leadership in Energy and Environmental Design“) -Zertifizierung in Gold ausgezeichnet wurde. Ferner achten wir durch vielfältige Maßnahmen darauf, möglichst energie- und ressourcensparend zu agieren. So nutzen wir in unserem Gebäude 100% Ökostrom, haben neben klassischen Verbrennermodellen auch E- und Hybridfahrzeuge in unserem Fuhrpark sowie E-Ladesäulen in unserer Tiefgarage. Unsere Reiserichtlinie gibt die bevorzugte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Für verbleibende betriebliche Emissionen erwirbt die Helaba-Gruppe CO₂-Zertifikate nach anerkannten Standards über den ClimateSeed Anbieter. Die daraus resultierenden Mittel fließen in Klimaschutzprojekte.
Unser Nachhaltigkeitsbericht: Weil uns Transparenz wichtig ist
Transparenz ist ein wichtiger Bestandteil unseres Umgangs mit Nachhaltigkeitsaspekten. Daher legen wir unseren Nachhaltigkeitsansatz, unsere Ausschlusskriterien sowie unseren Engagement-Ansatz offen und nachvollziehbar dar. Über diese Aspekte berichten wir sowohl im Rahmen der konzernweiten Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß CSRD als auch im Zuge unserer nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungen nach SFDR.
Für die Geschäftsjahre 2019-2022 haben wir wir auf freiwilliger Basis unseren Nachhaltigkeitsbericht nach dem etablierten Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) veröffentlicht. Mit dieser Berichterstattung möchten wir die Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten im Zeitverlauf sichtbar machen.
Unsere veröffentlichten Berichte finden Sie im Downloadbereich.

Wissen entscheidet.
Biodiversität als Investmentthema: Engagement im Chemiesektor
Ökonomische Relevanz von Biodiversität im Asset Management am Beispiel der Chemiebranche
Biodiversität als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität
Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst die Vielfalt von Ökosystemen, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Diese Ebenen sind eng miteinander verbunden und bilden die Grundlage stabiler und leistungsfähiger Ökosysteme.
Funktionierende Ökosysteme erbringen zentrale Naturleistungen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaregulierung und Luftreinigung. Diese Leistungen sind nicht nur ökologisch bedeutsam, sondern auch wirtschaftlich relevant. Sie ermöglichen Produktion, stabilisieren Lieferketten und sichern langfristige Wertschöpfung. [1]
Der Zustand der Biodiversität verschlechtert sich deutlich. Seit 1970 sind die überwachten Bestände wildlebender Wirbeltiere im Durchschnitt um rund 73 Prozent zurückgegangen, bei Süßwasserarten liegt der Rückgang sogar bei rund 85 Prozent. [2] gleichzeitig stehen zentrale Ökosystemleistungen zunehmend unter Druck. Der Verlust ausgewählter Naturleistungen wie Bestäubung, marine Fischerei und Waldleistungen könnte ab 2030 jährliche globale Wohlstandsverluste von bis zu 2,7 Billionen US-Dollar verursachen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind Landnutzungsänderungen, landwirtschaftliche Expansion, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Verschmutzung und Klimawandel. [3]
Faktorbreite statt Faktorwette: Wenn Momentum zum KI-Klumpenrisiko wird
Für institutionelle Aktienportfolios rückt die Faktorallokation wieder stärker in den Fokus. Dabei zählt nicht nur, welche Stilfaktoren attraktiv sind, sondern vor allem, wie sie miteinander kombiniert werden. Momentum profitiert zwar weiterhin von der KI-Dynamik, überschneidet sich in den USA inzwischen jedoch stark mit Mega-Cap-Tech. Damit steigt zugleich das Konzentrationsrisiko: Hohe Bewertungen, steigende Zinsen und die Frage, ob sich die enormen KI-Investitionen tatsächlich auszahlen, machen ausgerechnet die bislang stärksten Marktsegmente anfälliger. Europa bietet dagegen eine breitere Faktorlandschaft. Banken, Industrie, Energie, Infrastruktur und ausgewählte Technologiewerte sorgen für unterschiedliche Renditetreiber; hinzu kommen moderatere Bewertungen. Dies schafft ein günstigeres Umfeld für Value, Dividend Yield und Low Risk.
Gastbeitrag veröffentlicht am 14.10.2026 in IPE D.A.CH
Verzahnte Portfoliostruktur: Warum nicht-börsennotierte Infrastruktur Equity- und Debt-Fonds in ein gemeinsames Mandat gehören
Autobahnen, Funkmasten, Flughäfen oder Stromnetze – Infrastruktur umgibt uns tagtäglich. Klar ist: Ohne eine intakte Infrastruktur würde unsere gesamte Wirtschaft und moderne Gesellschaft schlichtweg aufhören zu funktionieren. Sie bildet das unentbehrliche Fundament für modernen Wohlstand, industrielle Wertschöpfung und das tägliche Zusammenleben. Die Assetklasse Infrastruktur kann in sechs Sektoren, wie z.B. Energie, Erneuerbare Energien, Versorgung, Kommunikation, Transport und soziale Infrastruktur, eingeteilt werden (siehe nachfolgende Abbildung).