Renditen deutscher Bundesanleihen

Renditen deutscher Bundesanleihen

Stand: 31.03.2026

Trotz konjunktureller und damit bonitätsbeeinflussender Belastungsfaktoren sind bislang keine gravierenden Spreadausweitungen über die Laufzeitenkurven am Markt für Corporate Bonds Investmentgrade eingetreten.

Spreads Corporate Bonds Investmentgrade Non-Financials

Spreads Unternehmensanleihen Investmentgrade Nonfinancials

Stand: 31.03.2026

In der Konsequenz erreichen kurz laufende Corporate Bonds Indizes bzw. Fondskonzepte inzwischen attraktive Renditeniveaus bei gleichzeitig insgesamt überschaubaren Risiken. Fairerweise ist einzukalkulieren, dass der Konflikt im Nahen Osten länger andauern und zu weiter anziehenden Energiepreisen, Inflationsraten und somit auch zu weiter steigenden Renditen von Kurzläufern führen könnte.

Lang oder kurz, das ist hier die Frage…

Und wie so oft lautet die Antwort: Es kommt darauf an und wie immer auch „no risk, no fun“. Ein Aspekt ist sicherlich der weitere Verlauf des Krieges im Nahen Osten. Sollte er schnell und „günstig“ zu Ende gehen, dürften sich Inflations- und Leitzinsängste eher zügig abbauen. In diesem Fall bestünden Chancen auf Renditerückgänge über die gesamte Kurve, vermutlich im kürzeren Bereich sogar stärker als am langen Ende. Im ungünstigeren Fall zieht sich der Krieg erheblich in die Länge, was zu Leitzinsanhebungen führen und das kurze Ende nochmals stärker belasten könnte. Unter der Voraussetzung, dass die Notenbanken die Anhebungen nicht überreizen werden, um das Wachstum nicht vollends abzuwürgen, erscheint das Kursrisiko am kurzen Ende aber insgesamt begrenzt.

Per Saldo ist angesichts des deutlichen Renditeanstiegs bei kurzlaufenden, bonitätsstarken Corporate Bonds aktuell eine attraktive Rendite bei insgesamt überschaubaren Risiken erzielbar. Die Helaba Invest verfügt auf diesem Gebiet über eine langjährige Erfahrung, einen bewährten Investmentprozess sowie ein professionelles Team und nicht zuletzt mit dem HI-Corporate Bonds 2-Fonds auch über ein großvolumiges, institutionelles Publikumsfonds-Vehikel. Die aktuelle Rendite des Fonds liegt mit rd. 3,6% nur wenig unter dem iboxx Corporate Non Financial-Index von rd. 3,9%, dessen modified Duration mit 4,8% allerdings fast doppelt so lang ist wie Fondsduration von 2,6%.

HI-Corporate Bonds 2-Fonds im Überblick

HI-Corporate Bonds 2-Fonds im Überblick

* Risikogewicht gem. Art 132(7) CRR i.V.m. Art 132 (1) CRR; Stand: 31.03.2026

Disclaimer

Dies ist eine Marketing-Anzeige und bildet keine Offerte zum Kauf von Anteilen. Auf der Grundlage dieser Anzeige darf kein Kaufauftrag entgegengenommen werden.

Dieses Dokument wurde von der Helaba Invest mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken für professionelle Anleger gem. § 1 Abs. 19 Nr. 32 KAGB bzw. professionelle Kunden gem. § 67 Abs. 2 WpHG und ist nicht auf die speziellen Anlageziele, Finanzsituationen oder Bedürfnisse individueller Empfänger ausgerichtet. Bevor ein Empfänger dieses Dokuments auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen oder Empfehlungen handelt, sollte er abwägen, ob diese Entscheidung für seine individuellen Umstände passend ist und sollte folglich seine Anlageentscheidung unter Hinzuziehung eines unabhängigen fachlichen Beistandes treffen.

Das vorliegende Dokument ist ohne die dazugehörigen mündlichen Erläuterungen nur von eingeschränkter Aussagekraft. Alle in dem vorliegenden Dokument aufgeführten Informationen stammen aus Quellen, die von der Helaba Invest für zuverlässig befunden wurden. Dennoch übernimmt die Helaba Invest keinerlei Garantie für deren Richtigkeit oder Vollständigkeit und übernimmt keine Haftung für allfällige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen.

Berechnungen, die auf historischen Daten beruhen, stellen keine verbindliche Zusage oder Gewährleistung für die Zukunft dar. Daher bieten vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Die Berechnungsmethodik zur Wertentwicklung entspricht der BVI-Methode (netto).

Die Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf der gegenwärtigen Sichtweise und den gegenwärtigen Annahmen des Portfoliomanagements zu dem jeweils aktuellen Datum. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse sind abhängig von zukünftigen Marktänderungen und können erheblich von den in den abgegebenen Prognosen und Aussagen ausgedrückten abweichen.

Diese Publikation enthält lizenzpflichtige Indizes oder Indexdaten. In diesem Zusammenhang gilt Folgendes: (i) Weder die Helaba Invest noch der jeweilige Lizenzgeber und/oder Indexanbieter oder eines mit diesen verbundenen Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Garantie und/oder eine Gewährleistung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Indizes bzw. der den Indizes zugrundeliegenden Daten, (ii) die Indizes und die den Indizes zugrundeliegenden Daten sind lizenzrechtlich geschützt, die Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Lizenzgebers bzw. Indexanbieters und (iii) weder der Lizenzgeber noch der Indexanbieter noch ein mit diesen verbundenes Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Verantwortung für Produkte bzw. sonstige Leistungen der Helaba Invest.

Die von der Helaba Invest angebotenen Investmentkonzepte unterliegen der fortwährenden Überprüfung. Die Helaba Invest behält sich daher die unangekündigte Änderung der hier dargestellten Konzepte, Vorgehensweisen bzw. Mechanismen oder ein nur temporäres Abweichen hiervon, bspw. aufgrund nicht prognostizierbarer exogener Umstände, vor.

Das dargestellte Produkt hat möglicherweise steuerliche Auswirkungen zur Folge. Zur Vermeidung von Steuernachteilen empfehlen wir daher dringend, einen Experten wie beispielsweise einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer rechtzeitig zu Rate zu ziehen. Für evtl. eintretende steuerliche Nachteile beim Kauf dieses Produktes oder Umsetzung einer in dieser Unterlage enthaltenen Information für Ihren Fonds können wir keine Haftung für allfällige Schäden übernehmen, die direkt oder indirekt mit dem dargestellten Produkt zusammenhängen.

Mit seiner langjährigen Erfahrung und ausgewiesenen Expertise im Risikocontrolling und Kreditgeschäft wird Stephan Kloock unser Haus nachhaltig stärken. Wir sind überzeugt, dass er wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unseres Risikomanagements sowie für den strategischen Ausbau unseres Anlagespektrums setzen wird.

Vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach Fremdkapitallösungen – insbesondere im Bereich Alternative Investments – arbeitet Helaba Invest derzeit an neuen Fondskonzepten. Perspektivisch planen wir, die originäre Kreditvergabe aus Fonds heraus zu ermöglichen – mit einem flexiblen Anlagefokus auf Infrastructure Private Debt, Real Estate Private Debt und Corporate Private Debt.

Die Möglichkeit zur Kreditvergabe eröffnet unseren Fonds zusätzliche Investmentopportunitäten und leistet zugleich einen Beitrag zur Schließung der absehbaren Finanzierungslücke bei der Transformation der Energiewirtschaft.

Gemeinsam mit Stephan Kloock werden wir die erfolgreiche Entwicklung von Helaba Invest konsequent fortführen und neue Impulse setzen.

Herzlich willkommen im Team!

Mit unserer Helaba Invest ESG-Investment-Policy haben wir bereits ein wichtiges Fundament für verantwortungsvolles Investieren geschaffen. Anfang 2024 wurde dieses Rahmenwerk im Helaba-Konzern mit dem Sustainable Investment Framework, kurz SIF, weiterentwickelt. Übergangsweise bestanden damit zwei ESG-Management-Ansätze nebeneinander, die ESG-Investment-Policy für Bestandsfonds und das SIF für neue Mandate sowie neu aufgelegte Fonds.

Mit Wirkung zum 1. April 2026 wird das SIF nun auf alle von Helaba Invest selbst gemanagten Mandate im liquiden Geschäftsbereich ausgeweitet und ersetzt dort die bisherige ESG-Investment-Policy. Damit schaffen wir einen einheitlichen und aktuellen Rahmen für verantwortungsvolles Investieren. Für den Bestand unseres illiquiden Geschäftsbereichs wird derzeit ein eigenständiges Rahmenwerk erarbeitet.

Auch künftig werden wir unser Sustainable Investment Framework regelmäßig überprüfen und bei Bedarf weiter anpassen, damit unser Nachhaltigkeitsansatz den aktuellen Anforderungen und Entwicklungen dauerhaft gerecht wird.

Die aktuelle Version des Sustainable Investment Framework finden Sie hier.

 

Besonders freuen wir uns, Ihnen auch mit dieser Ausgabe zwei vertiefende Schwerpunkte präsentieren zu können:

  1. Geopolitische Neuordnung: Wir ordnen die Geschehnisse im Iran strategisch ein und analysieren die langfristigen Folgen der neuen US-Strategie, die Donroe-Doktrin, für die Weltwirtschaft.
  2. Stabilität durch Diversifikation: Unter dem Titel Multi Asset-Strategien bei Alternatives beleuchten wir, wie dieser Ansatz als „Schweizer Messer“ für institutionelle Portfolios fungiert. Erfahren Sie, wie sich illiquide Assets optimieren lassen, um Marktzyklen zu glätten und resilientere Cashflows zu generieren.

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und wertvolle Einblicke für Ihre Investmententscheidungen!

Hier geht´s zur aktuellen Ausgabe
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Workshop: 24. März 2026 / 16:35 – 17:20 Uhr

Aufbau eines resilienten Multi-Asset-Portfolios für Alternative Investments

Zwischen Inflation, Regulierung und Transformation stehen institutionelle Kapitalanleger vor komplexen Herausforderungen. In einem dynamischen Marktumfeld müssen Strategien neu gedacht, Risiken neu bewertet und Chancen gezielt genutzt werden. Wie gelingt in diesem Umfeld der Aufbau eines resilienten Multi-Asset-Portfolios für Alternative Investments?

 

Unser Referent: Dr. Dirk Krupper, Mitglied der Geschäftsführung

Dr. Dirk Krupper
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Gruppengespräch: 25. März 2026 / 10:40 – 11:25 Uhr, Raum A

Risiko-Overlay: Was kommt nach dem nächsten Allzeithoch?

Historische Markteinbrüche und die aktuellen Zinsentwicklungen verdeutlichen, dass bloßes „Halten“ riskant sein kann. Ein effektives Risiko-Overlay schützt institutionelle Investoren vor unerwarteten Drawdowns und ermöglicht flexiblere Portfolioanpassungen. Moritz Haack, Senior Portfolio Manager Asset Management Multi Asset & bAV bei Helaba Invest, zeigt praxisnahe Ansätze zur Implementierung und diskutiert darüber, wie sich verschiedene Overlay-Strategien in der Vergangenheit bewährt haben. Abschließend wagt Haack einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und diskutiert dies mit Moderator Peter Koch, stv. Leiter des Bereichs Risiko- und Vermögensmanagement beim Sparkassenverband Bayern.

Die Fragen stellt Peter Koch, stellvertretender Leiter des Bereichs Risiko- und Vermögensmanagement
Die Antworten gibt Moritz Haack, Senior Portfoliomanager Multi Asset & bAV

Peter Koch
Moritz Haack
Moritz Haack
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Wir freuen uns auf Sie!

Klarer Fokus des HI-Renten Euro-Fonds

Der Fonds hat einen klaren Fokus: Er investiert überwiegend in europäische Staatsanleihen und staatsnahe Emittenten. Ergänzend sind Beimischungen in Covered Bonds und staatsnahe Industrieanleihen möglich. Alle Wertpapiere müssen zwingend auf Euro lauten. Zur aktiven Durationssteuerung setzt der Fonds gezielt Renten-Futures ein, sowohl zur Durationsverlängerung als auch zur -verkürzung. Mit diesem Ansatz verfolgt der HI-Renten Euro-Fonds das klare Ziel, seine Benchmark, den iBoxx Eurozone (TR) deutlich zu übertreffen. Dies ist dem Fonds in den vergangenen 1-, 3-, und 5-Jahreszeiträumen eindrucksvoll gelungen: So erzielte der Fonds nach Kosten in allen Zeiträumen eine Outperformance von 0,40 bis 0,53 Prozentpunkten, was für einen europäischen Rentenfonds, auch im relativen Vergleich, ein exzellentes Ergebnis darstellt. Auch im aktuellen Kalenderjahr ist der Fonds bereits gut gestartet.

Performance HI Renten Euro Fonds

Tab. 1: Performance des HI-Renten Euro-Fonds; Stand: 30.01.2026

Positive Marktaussicht: Der Zins ist zurück!

Nach der lange währenden, unbefriedigenden Null-/Negativphase hat sich das Marktumfeld grundlegend gewandelt: Der hoch liquide europäische Staatsanleihenmarkt bietet zum einen wieder deutlich höhere Renditen. Zum anderen ermöglicht die steile Zinsstruktur-Kurve in seitwärts oder abwärts tendierenden Marktphasen mit längerer Duration zusätzliche „Roll-down-Erträge“. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass Investoren aus unterschiedlichsten Bereichen (z.B. Sparkassen, Pensionskassen, Versicherungen) ihre Allokationen in diesem hochliquiden und bonitätsstärkeren Markt wieder deutlich erhöhen. Darüber hinaus könnten europäische Staatsanleihen in nächster Zeit auch von Unsicherheiten profitieren, die durch die schwer kalkulierbare US-Politik entstehen.

 

Perspektiven für den HI-Renten Euro-Fonds

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des HI-Renten Euro-Fonds ist seine hohe Flexibilität. So konnte er im vergangenen Jahr hohe Outperformance-Beiträge aus der Titel-Selektion sowie der Allokation von Covered Bonds erzielen. Dank einer Duration im Bereich von sieben Jahren kann der Fonds künftig von den erhöhten Renditen am langen Ende der Zinskurve profitieren. Sollten die Renditen für Government Bonds, z.B. durch eine deutlich höhere als erwartete Staatsverschuldung steigen, kann das Fondsmanagement dem mit einer flexiblen Durationsverkürzung entgegenwirken. Mit einer aktuellen Rendite von rd. 3,2% erwarten wir in unserem Szenario eines seitwärts gerichteten Marktes für den HI-Renten Euro-Fonds auch im Jahr 2026 ein sehr attraktives Ergebnis.

 

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Berechnungen, die auf historischen Daten beruhen, stellen keine verbindliche Zusage oder Gewährleistung für die Zukunft dar. Daher bieten vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Die Berechnungsmethodik zur Wertentwicklung entspricht der BVI-Methode (netto).

Die Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf der gegenwärtigen Sichtweise und den gegenwärtigen Annahmen des Portfoliomanagements zu dem jeweils aktuellen Datum. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse sind abhängig von zukünftigen Marktänderungen und können erheblich von den in den abgegebenen Prognosen und Aussagen ausgedrückten abweichen.

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Wie wird der HI-EM Corporate Bonds-Fonds gemanagt?

Das Benchmark-Universum leitet sich aus den im J.P. Morgan CEMBI Broad Diversified Index ab, in dem USD denominierte Anleihen von Emittenten mit Sitz in Emerging Markets vertreten sind. In dem von uns als Benchmark verwendeten J.P. Morgan ESG Corporate EMBI Index werden Emittenten ausgeschlossen, die in kontroversen Geschäftsfelder (z.B. Kohle, Ölsande, Tabak, Waffen) tätig sind oder Verstöße gegen den UNGC begehen. Zudem werden die 20% der Unternehmen mit den schlechtesten JESG-Scores nicht berücksichtigt. Da Nachhaltigkeit zuletzt leider vielfach negativ belegt wurde, sei an dieser Stelle erwähnt, dass die ESG-Benchmark in den vergangenen fünf Jahren rund 0,5% p.a. besser als das konventionelle Pendant abgeschnitten hat.

Das Management erfolgt im Rahmen unseres bewährten Investmentprozesses. Dabei legen wir Top-Down anhand diverser Kriterien die Risikoneigung fest. Nach der umfassenden Analyse von Bonität und Nachhaltigkeit erfolgt Bottom-Up die Selektion der Emittenten auf Basis einer Relative Value Analyse. Entscheidende Erfolgsfaktoren im Prozess sind kontrollierte Abweichungsrisiken gegenüber der Benchmark. Dabei vereinnahmen wir zudem systematisch Neuemissionsprämien durch ausgewählte Teilnahme an neu platzierten Anleihen sowie Illiquiditätsprämien. Chancen ergeben sich ferner durch selektive Spreaddifferenzen derselben Emittenten über verschiedene Währungskurven oder auch andere Themen, wie z.B. das Beta zu Metallpreisen.

Wie sehen die aktuellen Kennzahlen….

Aktuell weist der Fonds eine Rendite nach Währungshedge von rund 4,5% bei einer Duration von 3,9 Jahren auf, in Anbetracht der deutlich kürzeren Laufzeit im Vergleich zum EM-Staatenuniversum ein recht attraktives Niveau. Das durchschnittliche Rating liegt mit BBB- noch im Investmentgradebereich und auch der RWA-Wert gem. Art 132 (7) CRR liegt mit 81,3% weniger hoch als vielfach vermutet. Der Fonds ist gem. Art. 8 SFDR klassifiziert.

…und die Wertentwicklung aus?

Seit Auflegung konnte der HI-EM Corporate Bonds-Fonds per Ende Januar 2026 die Benchmark nach Kosten um 3,71% (annualisiert 0,70%) deutlich übertreffen. Erfreulicherweise hat der HI-EM Corporate Bonds-Fonds damit zu seinem 5-jährigen Bestehen nun auch die passende 5 Sterne-Bewertung von Morningstar erhalten.

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Das vorliegende Dokument ist ohne die dazugehörigen mündlichen Erläuterungen nur von eingeschränkter Aussagekraft. Alle in dem vorliegenden Dokument aufgeführten Informationen stammen aus Quellen, die von der Helaba Invest für zuverlässig befunden wurden. Dennoch übernimmt die Helaba Invest keinerlei Garantie für deren Richtigkeit oder Vollständigkeit und übernimmt keine Haftung für allfällige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen.

Berechnungen, die auf historischen Daten beruhen, stellen keine verbindliche Zusage oder Gewährleistung für die Zukunft dar. Daher bieten vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Die Berechnungsmethodik zur Wertentwicklung entspricht der BVI-Methode (netto).

Die Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf der gegenwärtigen Sichtweise und den gegenwärtigen Annahmen des Portfoliomanagements zu dem jeweils aktuellen Datum. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse sind abhängig von zukünftigen Marktänderungen und können erheblich von den in den abgegebenen Prognosen und Aussagen ausgedrückten abweichen.

Diese Publikation enthält lizenzpflichtige Indizes oder Indexdaten. In diesem Zusammenhang gilt Folgendes: (i) Weder die Helaba Invest noch der jeweilige Lizenzgeber und/oder Indexanbieter oder eines mit diesen verbundenen Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Garantie und/oder eine Gewährleistung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Indizes bzw. der den Indizes zugrundeliegenden Daten, (ii) die Indizes und die den Indizes zugrundeliegenden Daten sind lizenzrechtlich geschützt, die Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Lizenzgebers bzw. Indexanbieters und (iii) weder der Lizenzgeber noch der Indexanbieter noch ein mit diesen verbundenes Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Verantwortung für Produkte bzw. sonstige Leistungen der Helaba Invest.

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Gemeinsam mit dem Team liegt sein Fokus auf der Entwicklung neuer Investitionsmöglichkeiten mit dem Ziel, den Bereich Real Assets strategisch auszubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

„Wir freuen uns sehr, mit Jens Dirk Meyer einen erfahrenen Spezialisten zurückgewonnen zu haben, der die Weiterentwicklung des Bereichs Real Assets maßgeblich unterstützen wird“, so Dr. Dirk Krupper, Mitglied der Geschäftsführung und verantwortlich für den Bereich Alternative Investments.

In seiner Funktion als Senior Product Specialist Real Assets wird Herr Meyer zudem aktiv daran mitwirken, neue Kapitalquellen für das Geschäftsfeld Real Assets zu erschließen und die Marktpräsenz der Helaba Invest nachhaltig zu stärken.

Pressemitteilung zum Download

Transaktionsvolumen nach Assetklassen 2020 vs. 2025

Transaktionsvolumen nach Assetklassen 2020 vs. 2025

Abb. 1: Transaktionsvolumen nach Assetklassen 2020 vs. 2025; Quelle: Infralogic, November 2025

Rechenzentren –  ein komplexes Investitionsobjekt

Rechenzentren sind weit mehr als nur Immobilien mit Strom- und Glasfaseranschluss. Sie sind eine Kombination aus Immobilie, Infrastruktur und Private Equity und stellen ein komplexes Investitionsobjekt mit hohen Anforderungen an Energieversorgung, Konnektivität, Technik und Sicherheit dar. Grob lässt sich festhalten, dass bei einem Investment der Anteil für Grundstück und Gebäude etwa ein Viertel beträgt. Der weitaus größere Anteil entfällt auf die technische Ausstattung, insbesondere auf Kühlung, Verkabelung, Stromversorgung und Notstrom sowie Racks. Racks sind standardisierte Gestelle, in denen Server und weitere IT-Komponenten, wie Netzwerkausrüstung, Speicherlösungen oder Stromverteilung, untergebracht werden. Die teuerste Komponente fehlt hierbei noch: die Informationstechnologie. Die Kosten für Chips und Speicherlösungen können das Vier- bis Sechsfache der Ausgaben für Gebäude und Grundausstattung erreichen. Je nach Ausstattungsniveau muss mit Investitionskosten von 7 bis 10 Mio. Euro pro Megawatt (MW) Leistung für ein „Shell & Core“-Rechenzentrum (Gebäude und Gebäudetechnik) bis zu 12 Mio. Euro pro MW für ein „Fully Fitted“-Rechenzentrum (betriebsbereite Ausstattung) gerechnet werden.

Es gibt eine ganze Reihe von Geschäftsmodelle für Betreiber von Rechenzentren. Zur Vereinfachung konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf Hyperscaler und Co-Location-Rechenzentren. Während Hyperscaler meist große Betreiber und Eigentümer sind – allen voran die US-Technologiekonzerne Amazon, Google und Microsoft – und regelmäßig Standorte mit einer Leistung von mehr als 100 MW betreiben, sind Co-Location-Rechenzentren mit bis zu 20 MW für mehrere, meist regionale Nutzer ausgelegt. Der Bau eines leistungsstarken Hyperscalers mit einer Kapazität von 100 MW kann schnell zu Investitionssummen von einer Mrd. Euro führen.

Rechenzentren im Strukturwandel: Vom Immobilienasset zur kritischen Infrastruktur

Im vergangenen Jahrzehnt hat die Branche zahlreiche neue Wachstumspfade erschlossen. Vor allem Hyperscaler investieren verstärkt in den Aufbau riesiger Anlagen. Es entstehen nicht nur Einzelstandorte, sondern ganze Cluster und Rechenzentrums-Städte. Diese Entwicklung hat tiefgreifende Auswirkungen auf Immobilienmärkte, Energie- und Wasserversorgung sowie Flächenentwicklung. Besonders Nordamerika, Westeuropa und Ostasien treiben diesen globalen Trend voran. Mit Frankfurt, London, Amsterdam und Paris – den sogenannten FLAP-Märkten – als Zentren, doch auch Skandinavien, Spanien und Osteuropa entwickeln sich zu attraktiven Standorten. Nicht allein das Volumen, sondern auch die Art der Investitionen und die Rolle institutioneller Anleger ändern sich: Rechenzentren werden heute eher als Infrastruktur angesehen und weniger wie klassische Immobilien, wie dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. Während Immobilieninvestoren traditionell auf Bodenwerte, Mieteinnahmen und Flächenentwicklung setzen, stehen bei Rechenzentren langfristig stabile, meist vertraglich gesicherte Cashflows im Vordergrund. Betreiber profitieren von mehrjährigen Verträgen mit IT-Unternehmen und Hyperscalern. Dennoch werden diese Vorteile zunehmend von Unsicherheiten relativiert, die typisch für diese Assetklasse sind.

Stromhunger und Ressourcenverbrauch setzen dem Wachstum Grenzen

Der entscheidende Faktor für die Standortwahl, den Betrieb und die Bewertung von Rechenzentren bleibt die Energieversorgung. Der größte Anteil des Stromverbrauchs entfällt auf die Rechenleistung selbst, gefolgt von Speicher- und Netzwerktechnik sowie etwa einem Drittel auf Kühlung und allgemeine Stromversorgung. Rechenzentren zählen zu den stromintensivsten Infrastrukturprojekten. Die jährlichen Wachstumsraten des Verbrauchs sind enorm, in großen Anlagen übersteigt der Strombedarf heute bereits den gesamter Kleinstädte. Laut einer Analyse des Borderstep-Instituts im Auftrag des Bitkom entspricht der Strombedarf der Rechenzentren im Raum Frankfurt bereits dem von Hamburg – Tendenz steigend. Nach Prognosen des ICSC kann der Strombedarf für europäische Rechenzentren von 96 Terrawatt-Stunden (TWh) im Jahr 2024 auf 168 TWh im Jahr 2030 anwachsen – ein Plus von rund 75 %. Weltweit wird mit einer Verdreifachung auf etwa 1.500 TWh gerechnet, was dem heutigen Bedarf Indiens entspräche (siehe Abbildung 2).1IMF BLOG (2025): AI Needs More Abundant Power Supplies to Keep Driving Economic Growth, abrufbar unter: https://www.imf.org/en/blogs/articles/2025/05/13/ai-needs-more-abundant-power-supplies-to-keep-driving-economic-growth, 13.05.2025.

Stromverbrauch nach Ländern und für Datencenter in 2024 (in TWh)

Stromverbrauch nach Ländern und für Datencenter in 2024 (in TWh) Helaba Invest

Abb. 2: Stromverbrauch nach Ländern und für Datencenter in 2024 (in TWh); Quelle: IMF (Strombedarf Datencenter), Stand: April 2025 & Enerdata (Stromverbrauch der Länder), Stand: Dezember 2024

Rechenzentren gehören sicherlich zu den größten Stromverbrauchern und würden bei einer rein fossilen Energieversorgung erhebliche Treibhausgasemissionen verursachen. Betreiber von Rechenzentren setzen daher zunehmend auf erneuerbare Energien, um ihren CO₂-Ausstoß und die Energiekosten zu senken sowie regulatorische und kundenbezogene Anforderungen an Nachhaltigkeit zu erfüllen. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtstromversorgung europäischer Rechenzentren ist mit 86% hoch und schwankt zwischen 36% in Polen und 100% in Griechenland und Finnland. In deutschen Rechenzentren beträgt der Anteil im Durchschnitt 89%.2Europäische Kommission (2025): Assessment of the energy performance and sustainability of data centres in EU, First technical report, Juli. 

Bezüglich der Herkunft der genutzten erneuerbaren Energien stammt etwa zwei Drittel aus Herkunftsnachweisen (GoO), knapp ein Drittel aus grünen Stromabnahmeverträgen (PPA) und nur ein sehr kleiner Anteil von weniger als einem Prozent aus Eigenerzeugung vor Ort. Guarantees of Origin (GoOs) und Power Purchase Agreements (PPAs) dienen beide dem Zugang zu erneuerbarer Energie, unterscheiden sich jedoch grundlegend: GoOs sind kurzfristig handelbare Nachweiszertifikate für die Herkunft von Strom, die unabhängig vom physischen Stromhandel erworben werden, während PPAs langfristige Lieferverträge (mindestens fünf Jahre) für physischen Strom darstellen. PPAs werden häufig mit GoOs „gebündelt“, um sowohl physischen Strom als auch den Herkunftsnachweis sicherzustellen – beispielsweise in Green PPAs für Wind- und Solarenergie. Rechenzentrumsbetreiber nutzen GoOs für eine einfache Deklaration („grüner“ Strom) mit geringem Aufwand, PPAs hingegen für stabile Kosten und Volumensicherheit bei hohem Verbrauch. GoOs allein reichen für Nachhaltigkeitsberichte, PPAs treiben jedoch den realen Ausbau erneuerbarer Kapazitäten voran und stellen für Investoren in erneuerbare Energien einen wichtigen Aspekt bei der Bewertung von Ankäufen bzw. Anlagen dar

Eine hochwertige Netzanbindung, Energieversorgungssicherheit und gute Infrastruktur sind Grundvoraussetzungen für Betreiber. Geeignete Standorte werden jedoch zunehmend rar. In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits Einschränkungen für Neubauten. So hat beispielsweise der irische Netzbetreiber EirGrid in Dublin aus Gründen der Versorgungssicherheit ein Moratorium für neue Rechenzentren verhängt – außerhalb Dublins werden Genehmigungen nur noch im Einzelfall und nach strengen Kriterien geprüft. Ähnliche Regelungen existieren in den Niederlanden und in Singapur.

Auch der Wasserverbrauch rückt zunehmend in den Fokus: Laut Studien der EU verbraucht ein großes Rechenzentrum durchschnittlich über 21.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Hochgerechnet auf Tausende Standorte in Europa entspricht das mehreren Mrd. Kubikmetern jährlich – abhängig von Kühltechnologie und Klima. Der Wasserbedarf konzentriert sich meist auf wenige Clusterregionen und wird dort zu einem entscheidenden Umwelt- und ESG-Faktor. ESG-Kriterien gewinnen für institutionelle Investoren weiter an Relevanz. Sie helfen nicht nur, Risiken zu minimieren, sondern sichern auch langfristig stabile Renditen. Investoren legen Wert darauf, dass der hohe Stromverbrauch von Rechenzentren durch erneuerbare Energien gedeckt und effiziente Kühlungstechnologien genutzt werden. Da insbesondere der Wasserverbrauch für die Kühlung Risiken birgt, werden Projekte mit Wasserrückgewinnung und Trockenkühlung bevorzugt. Auch technische Innovationen spielen eine zunehmende Rolle – moderne Kühlsysteme führen beispielsweise Wärme gezielt ab, anstatt ganze Räume zu kühlen. Besonders interessant sind Projekte, bei denen die Abwärme von Rechenzentren etwa zum Heizen von Wohnungen oder Gewächshäusern eingesetzt wird. Allerdings sind diese Projekte selten und stellen eine Nische in der Nische dar. Zudem setzen verantwortungsvolle Anleger auf Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette, um Greenwashing zu vermeiden.

Langfristige Investitionen in einem sich schnell wandelnden Umfeld

Ein signifikantes Risiko entsteht durch die Komplexität und das hohe Innovationstempo der verbauten Informationstechnik, was für institutionelle Infrastruktur-Investoren oft schwer einzuschätzen ist. Während herkömmliche Server meist über fünf bis sieben Jahre genutzt werden, kommen inzwischen vermehrt hochspezialisierte Chips, z.B. für Künstliche Intelligenz, zum Einsatz, die einen deutlich kürzeren Lebenszyklus aufweisen und oft bereits nach drei bis vier Jahren abgeschrieben werden müssen. Fachleute schätzen, dass beispielsweise die neuesten Nvidia-Chips jährlich einen Wertverlust von drei bis fünf Mrd. US-Dollar verursachen.3KUNZ, CHRISTIAN (2025): Platzt die KI-Blase? Pro und Contra, https://www.hardwarewartung.com/platzt-die-ki-blase-pro-und-contra, 20.11.2025. Das bedeutet, diese teure Hardware muss möglichst intensiv genutzt werden, um wirtschaftlich rentabel zu sein. Hier kommt noch das Risiko hinzu, dass bei einem Stillstand, etwa wegen Stromknappheit oder fehlender Software-Nachfrage, erhebliche Verluste entstehen können. Das hohe Tempo des Wertverfalls ist eine Herausforderung und unterscheidet Rechenzentren von klassischen Geschäftsmodellen. Eine frühzeitige Anpassung an künftige technologische Entwicklungen ist deshalb erfolgskritisch.

Der regulatorische Rahmen wird enger

Auch der regulatorische Rahmen verändert sich fortlaufend. Die EU verschärft Schritt für Schritt die Vorgaben bezüglich Energieeffizienz, Berichterstattung und Betrieb von Rechenzentren. Die EU-Kommission hat Ende 2023 eine Verordnung zur Energieeffizienz von Rechenzentren vorgestellt, die ein gemeinsames EU-weites Bewertungssystem für Nachhaltigkeit einführt. Betreiber von Rechenzentren mit mehr als 0,5 MW Leistung müssen künftig umfassende Daten zu Energieverbrauch, Abwärmenutzung und Gebäudeinfrastruktur melden. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und eine Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Parallel verpflichtet das deutsche Energieeffizienzgesetz ab 2024 Rechenzentren, erneuerbare Energien zu nutzen. Der Wasserverbrauch wird ebenfalls regulatorisch stärker beachtet, da Kühlung und Wassereinsatz Umweltbelastungen verursachen. Insgesamt führen diese Anpassungen zu umfassender Berichterstattung, strengeren Umweltauflagen und notwendigen technischen Maßnahmen zur Einsparung von Strom und Wasser – begleitend zum Ausbau erneuerbarer Energien für Versorgungssicherheit in Europa. In Asien setzen Initiativen, wie die Green Data Centre Roadmap in Singapur oder Chinas „East-to-West Computing Initiative“, ebenfalls verstärkt auf erneuerbare Energien in Bezug auf die Stromversorgung und -speicherung.  In den USA, den mit Abstand größten Markt für Rechenzentren, ist hingegen derzeit eine Lockerung der ESG-Anforderungen zu beobachten. Eine präzise Analyse der jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen ist für Investoren daher essenziell.

Investitionen in Rechenzentren: Wo Chance und Risiko eng beieinander liegen

Trotz aller Herausforderungen bleibt der Reiz dieser Assetklasse groß. Die Ertragsströme gelten als stabil, konjunkturunabhängig und langfristig, da häufig über Jahre Verträge mit Großkunden oder Konsortien bestehen. Die Stabilität dieser Ertragsströme lässt sich auch durch die Zahlen aus den eigenen Portfolios bestätigen. Das Angebot an Rechenzentren ist begrenzt, die Nachfrage wächst jedoch stetig. Das Branchenwachstum erfolgt nicht nur durch Neubauten, sondern verstärkt auch durch Konsolidierung und strategische Partnerschaften, wie Joint Ventures von Hyperscalern mit Infrastruktur-Investoren. Viele Übernahmen erfolgen über komplexe Beteiligungsstrukturen (Share Deals). Um diesen komplexen Markt erfolgreich zu adressieren, ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern aus unserer Sicht unerlässlich.

Wer Veränderungen und Innovationen flexibel begegnet und bereit ist, klassische Denkmuster zu überdenken, kann von den Chancen in diesem komplexen und global wachstumsstarken Markt profitieren. Derzeit werden im Markt Angebote für Rechenzentren mit Renditen von rund 10% (vollvermietet und laufender Betrieb) bis zu 20% (Co-Location, Greenfield) kommuniziert. Für gut vorbereitete Investoren mit entsprechendem Know-how oder starken Partnern eröffnen sich attraktive Ertragschancen.

Weltweites Transaktionsvolumen der Rechenzentren (in Mrd. USD)

Abbildung 3: Weltweites Transaktionsvolumen der Rechenzentren (in Mrd. USD)

Abb. 3: Weltweites Transaktionsvolumen der Rechenzentren (in Mrd. USD); Quelle: Infralogic, November 2025

Fazit

Der Boom bei Rechenzentren hat gerade erst begonnen, auch wenn die Transaktionsvolumina sich in diesem Jahr gegenüber 2024 nahezu verdoppelt haben (siehe Abbildung 3). Schon jetzt zeigt sich: In kaum einer Branche liegen Chancen und Risiken so eng beieinander. Wer die Dynamik versteht und Risiken aktiv steuert, kann sich eine starke Position in der digitalen Infrastruktur der Zukunft sichern. Und auch wer sich nicht direkt engagieren möchte, hat Möglichkeiten, etwa durch Investitionen in der Stromerzeugung und -verteilung oder in der Kommunikationsinfrastruktur (Kabelnetze, Mobilfunk etc.), am Boom teilzuhaben.

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Die Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf der gegenwärtigen Sichtweise und den gegenwärtigen Annahmen des Portfoliomanagements zu dem jeweils aktuellen Datum. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse sind abhängig von zukünftigen Marktänderungen und können erheblich von den in den abgegebenen Prognosen und Aussagen ausgedrückten abweichen.

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Deutschlands Geschäftsmodell im Wandel

Historische Erfolgsfaktoren

Deutschlands Geschäftsmodell gilt seit Jahrzehnten als Synonym für industrielle Leistungsfähigkeit, Exportstärke und Innovationskraft. Zentrale Erfolgsfaktoren, wie eine hochentwickelte Industrie, ein hoher Automatisierungsgrad, exzellente Ingenieurskunst sowie der leistungsstarke und vielfach international agierende Mittelstand („industrielles Rückgrat“) haben die wirtschaftliche Resilienz und das Wachstum geprägt. Vor allem die Exportorientierung, angeführt durch die Automobil-, Maschinenbau- und Chemiebranchen, machte Deutschland über Jahre hinweg zu einem bevorzugten Partner für globale Handelsbeziehungen und einem Wachstumsmotor für die Eurozone bzw. EU.

Gegenwärtige Herausforderungen

In jüngerer Vergangenheit steht dieses Geschäftsmodell jedoch massiv unter Druck. Der demografische Wandel hat in vielen Branchen einen gravierenden Fachkräftemangel zur Folge, der Wachstum und Innovation bremst. Gewerbliche Ausbildungsstellen bleiben vielfach unbesetzt, Hochqualifizierte werden international abgeworben und die Zuwanderung von Fachkräften (Stichwort Einwanderungsgesetz1BERTELSMANN STIFTUNG (2017): Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, Policy Brief Migration, August. in den Arbeitsmarkt stellt nach wie vor eine Herausforderung dar.2OECD (2025): International Migration Outlook, 03. November. Ohne erfolgreiche Lösungsansätze drohen Wertschöpfungsketten in Schlüsselindustrien zu erodieren, was mittel- bis langfristig zu strukturellen Nachteilen im Wettbewerbsvergleich mit dynamischeren Volkswirtschaften führt.

Parallel dazu erhöhen die digitale und grüne Transformation den Handlungsdruck auf Unternehmen und Politik. Die Energiewende – mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien sukzessive zu steigern und fossile Energieträger zu ersetzen – bringt einerseits Chancen für technologische Innovationen und nachhaltige Geschäftsmodelle mit sich, impliziert andererseits jedoch hohe Kosten für Unternehmen. Besonders die energieintensive Industrie leidet unter steigenden Energiekosten, die sowohl im EU-Vergleich als auch gegenüber den USA unverhältnismäßig hoch sind (siehe Tabelle 1)3Die hohen Strom- und Gaskosten in Deutschland resultieren vor allem aus hohen Netzentgelten (hoher Netzausbaubedarf durch dezentrale Energiewende) sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zur Finanzierung energiepolitischer Maßnahmen. , sowie unsicheren Rahmenbedingungen.

Gepaart mit dem teils lähmenden Bürokratieaufwand und einem sichtbaren Investitionsstau bei Infrastrukturprojekten (u.a. bei Schiene, Breitbandausbau oder Mobilitätswende) geraten deutsche Unternehmen zunehmend ins Hintertreffen. All diese Faktoren führen dazu, dass notwendige Investitionen in die Digitalisierung sowie die Dekarbonisierung häufig verzögert oder gar nicht getätigt werden.

Hinzu kommt, dass die Investitionsdynamik insgesamt schwächelt. Während andere Eurozonenländer gezielt Innovations- und Wachstumscluster fördern, zeigt sich in Deutschland eine gewisse Zurückhaltung bei privatwirtschaftlichen und öffentlichen Investitionen. Gründe hierfür reichen von politischer Unsicherheit bis hin zu regulatorischen Hürden und einer in Teilen stagnierenden Risikokultur. Die Innovationskraft vor allem im Bereich Zukunftstechnologien, wie z.B. Künstliche Intelligenz, Batterieforschung/Energiespeicher oder grüner Wasserstoff, wird zunehmend international herausgefordert und vielfach bereits übertroffen. Zudem führen langwierige Genehmigungsverfahren und die begrenzte Vernetzung zwischen Start-ups (die Gründungsquote war jahrzehntelang rückläufig und schwankt seit 2018 auf niedrigen Niveaus)4KFW RESEARCH (2025): KfW-Gründungsmonitor 2025. und Mittelstand dazu, dass viele Innovationen nicht schnell genug skaliert werden können.

Die Debatte „D-Zug vs. Bummelzug“

Die Debatte darüber, ob Deutschland sich bald wieder in einer Phase des Aufbruchs („D-Zug“) oder der Stagnation („Bummelzug“) befindet, ist brandaktuell. Einerseits zeigt die Wirtschaftspolitik erste Impulse, um den Strukturwandel aktiv zu begleiten, beispielsweise durch Programme zur Fachkräftegewinnung (Fachkräfteeinwanderungsgesetz), steuerlichen Forschungsförderung (Forschungszulagengesetz) und gezielten Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung (u.a. der Zukunftsfonds Wirtschaft oder in Teilen der Klimaschutz- und Transformationsfonds). Andererseits mehren sich Stimmen, auch von internationalen Investoren, die auf verpasste Reformchancen5Hier sind allen voran die verpassten und seit vielen Jahren zwingend notwendigen Gesundheitssystem-, Steuer- und Rentenreformen zu nennen., hochkomplexe Rahmenbedingungen und ein wachsendes Vertrauensdefizit gegenüber dem Standort Deutschland hinweisen.6Siehe dazu u.a. EY (2025): Standort Deutschland – Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland und Europa, Mai oder EY (2024): Die Zukunft der deutschen Wirtschaft, Oktober.

Für institutionelle Anleger sind diese Entwicklungen von zentraler Bedeutung: Die Frage, ob Deutschland als „D-Zug“ mittelfristig neue Wachstumsimpulse generieren und weiterhin als Stabilitätsanker der Eurozone agieren kann, oder sich zunehmend zum „Bummelzug“ mit schwindender Innovationskraft und sinkender Investitionsattraktivität entwickelt, ist mitentscheidend für die Strategische Asset Allocation deutscher (Staats-)Anleihen und Aktien.

Deutschlands Leistungsfähigkeit im Kontext der Eurozone

Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich

Deutschlands Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Kontext lässt sich mittels verschiedener Faktoren bewerten. Aus Sicht eines kapitalmarktorientierten Analysten stehen allen voran das reale BIP-Wachstum sowie einzelne Komponenten, wie Industrieproduktion, Exportnachfrage und Arbeitsproduktivität im Vordergrund. Anhand des Bruttoinlandsprodukts zeigt sich, dass die deutsche Wirtschaft seit 2021 im Vergleich zu den europäischen Nachbarn – speziell südeuropäischen Ländern, wie Italien oder Spanien – unterdurchschnittlich wächst (siehe Abbildung 1).

Wachstumsvergleich reales BIP Deutschland vs. Eurozone & USA seit 2021

Abb1 Wachstumsvergleich Reales BIP

Abb. 1: Wachstumsvergleich reales BIP Deutschland vs. Eurozone & USA seit 2021; Quelle: Statista; Stand: 30.09.2025

Dank des beschlossenen Fiskalpakets ist in Deutschland ab 2026 mit einem vorübergehenden Konjunkturimpuls zu rechnen, der das Wachstum wieder in die Nähe des Eurozonen-Mittels heben dürfte. Nichtsdestotrotz – bereits ab 2028 sollten die bislang unzureichend adressierten strukturellen Schwächen wieder vermehrt zu Tage treten, sodass das Wachstum in der Tendenz erneut schwächer zu erwarten ist. Die USA wachsen dagegen strukturell deutlich stärker als die Eurozone oder gar Deutschland.

Wettbewerbsfähigkeitsentwicklung Deutschland vs. Eurozone & USA

Abb2 Wettbewerbsfähigkeit Deutschland

Abb. 2: Wettbewerbsfähigkeitsentwicklung Deutschland vs. Eurozone & USA; Quelle: OECD Oxford Economics; Stand: 30.06.2025

Auch wenn die deutschen Bürger immer noch über ein hohes Pro-Kopf-Einkommen, das sich im oberen europäischen Drittel bewegt, und einen leistungsstarken Arbeitsmarkt verfügen, gibt es Alarmsignale, die den wirtschaftlichen Abstieg der letzten Jahre dokumentieren (siehe Abbildung 2). Bei den Schlüsselindikatoren Industrieproduktion, Nettoexporte und Arbeitsproduktivität, ist die Entwicklung sowohl im Eurozonen-Vergleich als auch gegenüber den USA in den letzten fünf Jahren (2024 vs. 2019), teilweise erheblich, rückläufig. Am Beispiel der Industrieproduktion, wo im Vergleichszeitraum ein Rückgang von gut 11% zu verzeichnen ist, werden die Standortnachteile besonders deutlich: Im europäischen und internationalen Vergleich sind die Energiepreise, Steuern, Abgaben und Lohnkosten in Deutschland zu hoch. Zudem fordern Investitionsstau, Planungsunsicherheit, Fachkräftemangel und Bürokratie ihren Tribut. Auch der Strukturwandel (Umstellung auf klimaneutrale Produktion, Digitalisierung und neue Technologien) erfordert Umstellungen. Der zweite Faktor, Nettoexporte, der über viele Jahre ein Garant für solide Unternehmensgewinne und Haushaltsüberschüsse war, ist ebenfalls rückläufig. Von der zurückgehenden Nachfrage aus China (Chinas Regierung fördert gezielt die Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie) und anderen Teilen der Welt sind besonders die deutschen Schlüsselbranchen Auto, Maschinenbau und Chemie betroffen. Interessanterweise sind die Exporte der Eurozone insgesamt im gleichen Zeitraum weiter gestiegen, ebenso wie die der USA. Bei der Arbeitsproduktivität (Wertschöpfung pro geleisteter Arbeitsstunde) positioniert sich Deutschland zwar noch auf einem strukturell hohen Niveau, aber auch hier ist die Entwicklung negativ. Besonders stark kann hier die amerikanische Wirtschaft mit Produktivitätszuwächsen i.H.v. gut 7% aufwarten.

Auswirkungen des neuen Fiskalpakets

Das Fiskalpaket, das im März 2025 in Deutschland beschlossen wurde, sieht eine stärkere Fokussierung auf zukunftsorientierte Investitionen in Bereichen wie Klima, Digitalisierung und Infrastruktur vor, während gleichzeitig klare Vorgaben zur Begrenzung neuer Schulden und zum Erhalt der Haushaltsdisziplin bestehen bleiben. Damit setzt Deutschland die EU-reformierten Fiskalregeln7Die EU hat den Stabilitäts- und Wachstumspakt (EUV) 2023/24 reformiert, um ihn investitions- und wachstumsfreundlicher zu machen, aber auch weiterhin Haushaltsdisziplin zu wahren. Die Neugestaltung zielt darauf ab, eine schulden- und wachstumsfreundlichere Fiskalpolitik in den Mitgliedsländern zu ermöglichen, ohne die langfristige Haushaltsstabilität zu gefährden. Ziel des Pakets ist es, Spielräume für öffentliche Investitionen etwa in Klima, Digitalisierung und Infrastruktur zu eröffnen. Diese neuen Leitplanken eröffnen Chancen, den Investitionsstau abzubauen und Reformen gezielter umzusetzen, setzen der Fiskalpolitik jedoch weiterhin enge Grenzen hinsichtlich Verschuldung (weiter 60%) und Budgetdefizitquote (weiter 3%). um und nutzt den erweiterten Spielraum, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken – so zumindest in der Theorie.

Zusätzliches deutsches BIP im aktuellen Politik- und Investitionsszenario

Abb3 Zusätzliches Deutsches BIP

Abb. 3: Zusätzliches deutsches BIP im aktuellen Politik- und Investitionsszenario; Quelle: Ochsner & Zuber (2025): Sachverständigenrat Wirtschaft – Jahresgutachten 2025/26;
Stand: 30.06.2025

Der Sachverständigenrat Wirtschaft hat kürzlich in seinem Jahresgutachten 2025/26 hinsichtlich des deutschen Fiskalpakets vorgestellt (siehe Abbildung 3): Im aktuellen Politikszenario – also dem Szenario, welches höchstwahrscheinlich derzeit von Bund und Ländern verfolgt wird – wirdein großer Teil der Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) nicht vollständig für zusätzliche Investitionen genutzt, sondern ersetzt bereits geplante Haushaltsausgaben („Verschiebebahnhof“). Voraussichtlich werden die frei gewordenen Mittel eher für laufende, konsumtive Ausgaben (u.a. Sozialausgaben) oder bereits geplante Ausgaben im Kernhaushalt genutzt. Es wird geschätzt, dass im Durchschnitt nur rund 50 % der SVIK-Ausgaben wirklich zusätzlich sind. In der Folge bleiben die Wachstumswirkungen für die Wirtschaft gering, während die Staatsverschuldung ansteigt. Im hypothetischen Investitionsszenario werden die Mittel des SVIK dagegen überwiegend für zusätzliche Investitionen eingesetzt, z.B. in Infrastruktur- oder Klimaschutzprojekte, und ersetzen nicht die bestehenden Haushaltsmittel. Folglich entstehen in diesem Szenario deutlich stärkere positive Wachstumsimpulse, was wiederum hilft, den Anstieg der Schuldenstandsquote zu dämpfen. Die aktuelle Entwicklung ist also auch dahingehend problematisch, dass dadurch die Fähigkeit, fiskalische Spielräume strategisch auszunutzen, etwa durch gezielte staatliche Investitionen in Zukunftsbereiche, eingeschränkt wird. Eben diese Fähigkeit dürfte jedoch über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland und die Kohäsion im Euro-Raum signifikant mitentscheiden.

Modellhaftes Fazit aus der Wettbewerbsanalyse

Die voraussichtliche Leistungsfähigkeit Deutschlands auf Sicht der nächsten zwölf Jahre (Laufzeit Fiskalpaket 2026-2037) lässt sich anhand wichtiger makroökonomischer Indikatoren auch in einem AS-AD-Modell veranschaulichen. Die aggregierte Nachfrage (AD) ist die Summe aus Konsum, Investitionen, Staatsausgaben und Nettoexporten, das aggregierte Angebot (AS) wird bestimmt durch Produktionskosten, technischen Fortschritt, Arbeitskräfte, Innovationskraft und Energieverfügbarkeit (siehe Abbildung 4).

Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft anhand eines AS-AD-Modells

Abb4 Leistungsfähigeit Der Deutschen Wirtschaft

Die aggregierte Angebotskurve (AS) verknappt sich (AS-> AS1), weil die genannten Strukturschwächen die Produktionskosten verteuern. Die Nachfrage bleibt aus Gründen einer andauernden Konsumzurückhaltung (kaum Reallohnzuwächse), sinkender privater Investitionsbereitschaft (Standortunsicherheit, hohe Kosten) und schmelzender Exportüberschüsse rück-läufig. Höhere Staatsausgaben können zwar kurz- bis mittelfristig die Nachfrage stärken, aber ohne Angebotsverbesserung (Strukturreformen) wird der Gegenimpuls (ADo -> AD1), der das Wachstum und die Inflation zunächst verbessert bzw. anheizt (Yo ->Y1 bzw. P₀ ->P₁), langfristig kein nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Das neue Gleichgewicht nach dem Fiskalpaket findet sich modellhaft bei niedrigerem Output (Y1 -> Y1‘) und moderat höherem Preisniveau (P₁ ->P₁‘).

Abb. 4: Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft anhand eines AS-AD-Modells; Quelle: Eigene Abbildung

Die Nachfrageimpulse aus dem Fiskalpaket dürften sogar schon einige Jahre früher abebben. Das Fiskalpaket verhindert somit nur, dass das Gleichgewicht noch weiter nach links/unten fällt, kann es aber langfristig nicht wieder auf das Anfangsniveau anheben. Im Ergebnis ist Deutschlands frühere Rolle als Wachstumsmotor der Eurozone nachhaltig gefährdet. Handlungsempfehlungen ergeben sich insbesondere aus der Notwendigkeit entschlossener politischer und wirtschaftlicher Weichenstellungen, die überfällig sind, aber an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden.

Kapitalmarkt-Implikationen

Anleihen

Für den Kapitalmarkt bieten sich aufgrund der oben beschriebenen makroökonomischen Sachverhalte differenzierte Perspektiven. Die Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort bleibt zunächst erhalten, insbesondere angesichts der politischen und sozialen Stabilität, der (noch) starken industriellen Basis und der vergleichsweise soliden fiskalischen Grundausstattung. Daran ändert auch das Fiskalpaket nichts, das dazu führt, dass die Maastricht-Kriterien zu Budgetdefizit (siehe Abbildung 5) und Staatsverschuldung (siehe Abbildung 6) mittelfristig unter- bzw. überschritten werden.

Budgetdefizit

Abb. 5: Budgetdefizit; Quelle: Eigene Abbildung, Stand: 30.09.2025

Staatsverschuldung

Abb6 Staatsverschuldung

Abb. 6: Staatsverschuldung; Quelle: Eigene Abbildung, Stand: 30.09.2025

Nichtsdestotrotz hat der Markt bereits vor geraumer Zeit damit begonnen, die strukturelle Schwäche Deutschlands am Anleihemarkt negativ zu bewerten. Am Beispiel der Risikoaufschläge für europäische Staatsanleihen kann man deutlich erkennen, dass diese bis auf eine Ausnahme (Frankreich) in den letzten Jahren Bundesanleihen sukzessive outperformed haben (siehe Abbildung 7). Strukturell sieht man, dass die Peripherie seit vielen Jahren besser wächst als Deutschland, was von den Ratingagenturen mit einer positiven Rating-Dynamik und vom Markt mit niedrigeren Risikoprämien gegenüber Bundesanleihen quittiert wurde. Italien, Portugal und Griechenland wurden in diesem Jahr allesamt heraufgestuft. Auf fundamentaler Ebene ist die verbesserte Haushaltslage in den meisten Peripherieländern ein wichtiger struktureller Treiber.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass ein Halten von europäischen Staatsanleihen in den letzten Jahren durch die globale Risikostimmung unterstützt wurde, existieren doch erste Tendenzen, die, gegenüber Staaten, die Strukturreformen vorangebracht haben, eine relative Verschlechterung der Kreditwürdigkeit Deutschlands implizieren. Die Umsetzung der neuen Ausgabenpakete bzw. Reformen des Stabilitäts- und Wachstumspakts werden von den Investoren genau beobachtet werden. Noch fungieren Bundesanleihen als sicherer Hafen auf globaler Ebene und genießen insbesondere in Krisenzeiten eine hohe Nachfrage, allerdings könnte sich das perspektivisch ändern, falls die strukturelle Wachstumsschwäche tatsächlich anhält.

Risikoaufschläge von 10J Staatsanleihen (Eurozone & USA) zu Bundesanleihen

Abb7 Risikoaufschläge 10J Staatsanleihen

Abb. 7: Risikoaufschläge von 10J Staatsanleihen (Eurozone & USA) zu Bundesanleihen; Quelle: Bloomberg, Eigene Berechnungen; Stand: 19.11.2025

Aktien

Der deutsche Aktienmarkt bleibt trotz der Konjunktursorgen – auch im europäischen Vergleich – ein attraktives Anlageziel. Besonders gut investierbar ist der DAX mit hoher Liquidität sowie global agierenden Unternehmen, die im Schnitt rund 80 % ihrer Umsätze im Ausland erzielen. Seit 2021 konnte der Index rund 73 % zulegen.

Ebenso stehen weiterhin Zukunftsbranchen wie Technologie, Green Finance oder Digitalisierung im Fokus der Investoren. Das in diesem Jahr verabschiedete Fiskalpaket bietet vor allem Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Elektromobilität und (digitaler) Infrastruktur neue Chancen. Staatliche Investitionsprogramme stärken zusätzlich etwa den Ausbau des Strom- oder Breitband-/5G-Netzes. Neben DAX-Konzernen profitieren auch viele mittelständische Zulieferer und spezialisierte Dienstleister. Anleger sollten jedoch Risiken in Branchen mit Strukturwandel, wie Automobil oder Maschinenbau, sowie den Trend zu ESG-Investments beachten. Deutschland bleibt unter den europäischen Märkten ein bedeutender Standort mit hoher Sektorendiversifikation. Besonders Zukunftssektoren im DAX oder TecDAX erscheinen aussichtsreich, während kleinere und stärker binnenorientierte Unternehmen im MDAX vorsichtiger zu bewerten sind.

Fazit

Trotz erheblicher struktureller Herausforderungen ist Deutschland noch immer ein bedeutender Wirtschaftsstandort und Stabilitätsanker für Europa. Doch getreu dem Motto „Denk ich an Deutschland, raubt mir die Sorge den Schlaf“ droht das Land ohne tiefgreifende Reformen und entschlossene Zukunftsinvestitionen seine führende Rolle in den kommenden Jahren zu verlieren. Der Wandel vom traditionellen Industriemodell hin zu einer technologie- und nachhaltigkeitsorientierten Wirtschaft ist längst überfällig. Kurzfristig könnten niedrigere Energiepreise die deutsche Industrie noch einmal entlasten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dennoch bleibt die umfassende Modernisierung des Geschäftsmodells notwendig. Das neue Fiskalpaket und gezielte Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur, Klimaschutz (und Bildung, was leider nicht explizit ausgewiesener Schwerpunkt ist) können wichtige Impulse setzen – vorausgesetzt, die Mittel werden konsequent zukunftsorientiert und weniger konsumtiv eingesetzt.

Für institutionelle Anleger bedeutet dies: Deutschland bleibt eine strategisch relevante Investmentdestination mit robustem Fundament, aber differenziert zu bewertenden Zukunftsperspektiven. Staatsanleihen sind aufgrund der hohen Neuemissionsvolumina im Zuge des Fiskalpakets im europäischen Vergleich eher weniger interessant, bleiben aber als Stabilitätsanker aus Diversifikationsgesichtspunkten unverzichtbar. Ob die relative Schwäche weitergeht und/oder die Ratingagenturen den AAA-Status Deutschlands perspektivisch infrage stellen werden, hängt neben dem tatsächlichen Reformwillen der Bundesregierung auch vom Erfolg der geplanten Investitionen und privaten Folgeinvestitionen ab. Im Aktienmarkt bieten sich weiterhin attraktive Chancen, insbesondere in Zukunftsbranchen, bei international aufgestellten Unternehmen und solchen, die direkt oder indirekt vom Fiskalpaket profitieren.

Kapitalmarktausblick 2026 – Kulinarik von edel bis einfach
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Wissen entscheidet.

Konflikt im Nahen Osten hinterlässt Spuren auch bei Festverzinslichen

Konflikt im Nahen Osten hinterlässt Spuren auch bei festverzinslichen Anleihen

Die kriegerische Auseinandersetzung führt zu signifikanten Bewegungen an den internationalen Kapitalmärkten, vielfach wahrgenommen durch die Kurssprünge an den Aktienmärkten. Inzwischen zeigen sich allerdings auch deutliche Spuren am Markt für festverzinsliche Anleihen. So werden diese von einer Vielzahl von Faktoren – meist negativ – beeinflusst. Mit Blick auf den extremen Anstieg der Ölpreise haben sich die Erwartungen hin zu einem starken Inflationsanstieg und damit einhergehend zu baldigen Leitzinserhöhungen entwickelt – statt wie bisher zu einer seitwärts- bis abwärts- gerichteten Tendenz. Da hohe Energiepreise und Inflation voraussichtlich selbst zu Nachfrageabschwächung und geringerem Wachstum führen werden, könnte man grundsätzlich erwarten, dass Zinserhöhungen gar nicht zwingend notwendig sind. Dennoch rechnet die Mehrheit der Kapitalmarktexperten damit. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Notenbanken unbedingt vermeiden möchten, wie nach der Invasion Russlands und dem einhergehenden Inflationssprung, erneut „behind the curve“ zu sein.

In der Konsequenz sind die Renditen zweijähriger deutscher Staatsanleihen auf Monats- und Jahressicht erheblich stärker gestiegen sind als die von zehnjährigen Staatsanleihen.

Stephan Kloock

Stephan Kloock neues Mitglied der Geschäftsführung

Wir freuen uns sehr, Stephan Kloock als neues Mitglied der Geschäftsführung bei Helaba Invest willkommen zu heißen.

Zum 1. April 2026 übernimmt er als Chief Risk Officer (CRO) die Verantwortung für die Bereiche Risk & Reporting sowie Technical Operations. Darüber hinaus werden zentrale Themen wie Compliance sowie Fondsbuchhaltung & Steuern zu seinen Schwerpunkten zählen.

Nachhaltigkeit Helaba Invest

Helaba Invest aktualisiert ihren ESG-Management-Ansatz auch für Bestandsfonds

Nachhaltiges Investieren ist für uns mit dem klaren Anspruch verbunden, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur ökologischen und sozialen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen fortlaufend. Regulatorische Vorgaben, Marktstandards und Entwicklungen an den Finanzmärkten machen es erforderlich, unseren ESG-Management-Ansatz regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Nachhaltigkeit ist für uns deshalb kein starres Konzept, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess.