Nachhaltigkeit Helaba Invest
01.04.2026

Helaba Invest aktualisiert ihren ESG-Management-Ansatz auch für Bestandsfonds

Nachhaltiges Investieren ist für uns mit dem klaren Anspruch verbunden, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur ökologischen und sozialen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen fortlaufend. Regulatorische Vorgaben, Marktstandards und Entwicklungen an den Finanzmärkten machen es erforderlich, unseren ESG-Management-Ansatz regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Nachhaltigkeit ist für uns deshalb kein starres Konzept, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess.

Nachhaltigkeit Helaba Invest

Mit unserer Helaba Invest ESG-Investment-Policy haben wir bereits ein wichtiges Fundament für verantwortungsvolles Investieren geschaffen. Anfang 2024 wurde dieses Rahmenwerk im Helaba-Konzern mit dem Sustainable Investment Framework, kurz SIF, weiterentwickelt. Übergangsweise bestanden damit zwei ESG-Management-Ansätze nebeneinander, die ESG-Investment-Policy für Bestandsfonds und das SIF für neue Mandate sowie neu aufgelegte Fonds.

Mit Wirkung zum 1. April 2026 wird das SIF nun auf alle von Helaba Invest selbst gemanagten Mandate im liquiden Geschäftsbereich ausgeweitet und ersetzt dort die bisherige ESG-Investment-Policy. Damit schaffen wir einen einheitlichen und aktuellen Rahmen für verantwortungsvolles Investieren. Für den Bestand unseres illiquiden Geschäftsbereichs wird derzeit ein eigenständiges Rahmenwerk erarbeitet.

Auch künftig werden wir unser Sustainable Investment Framework regelmäßig überprüfen und bei Bedarf weiter anpassen, damit unser Nachhaltigkeitsansatz den aktuellen Anforderungen und Entwicklungen dauerhaft gerecht wird.

Die aktuelle Version des Sustainable Investment Framework finden Sie hier.

 

Wissen entscheidet.

Schwellenländeranleihen Safe Haven

Schwellenländeranleihen – der neue Safe Haven für Investoren?

Der Begriff „Safe Haven“ in Kombination mit Emerging Markets klingt ungewohnt und ist natürlich eine leichte Zuspitzung. Tatsächlich assoziieren wir Anleihen in Schwellenländern intuitiv mit Staatspleiten, Bankinsolvenzen, Hyperinflationen, politischen Kapriolen und hohen Zahlungsausfällen – Paradebeispiel des noch jungen 21. Jahrhundert dafür ist Argentinien. Wer an sichere Häfen denkt, hat für gewöhnlich eher Bundesanleihen, US-Treasuries oder hochliquide Investment-Grade-Corporate Bonds aus den Industrieländern vor Augen.

Aber ist dieses Bild noch zeitgemäß? Die durchschnittliche Verschuldung der sieben größten Indexgewichte der gängigen EM-Benchmark JP Morgan EMBI Global Diversified Index beträgt deutlich weniger als die Hälfte der Durchschnittsverschuldung der G7-Staaten. Das zeigt bei allen Unterschieden, dass solide Staatshaushalte keine Frage der Himmelsrichtung mehr sind. Eine Neuorientierung darüber, wo eigentlich sichere Häfen heutzutage liegen, scheint daher angebracht.

veröffentlicht in der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“ 16/2026

In der Vielfalt liegt die Kraft Helaba Invest

Europäische Immobilienmärkte – in der Vielfalt liegt die Kraft

Für die europäischen Immobilienmärkte schien endlich ein neuer Zyklus greifbar: Nach der Krisenstimmung infolge des Zinsschocks 2022 hatten sich mit der Zeit und vor allem mit der Aussicht auf ein  berechenbareres Zinsniveau die Voraussetzungen für eine Stabilisierung und für neue Einstiegsgelegenheiten abgezeichnet. Doch seit Ende Februar setzen neue Inflationsrisiken und Zinssignale dahinter wieder ein großes Fragezeichen, von den konjunkturellen Implikationen ganz zu schweigen.

veröffentlicht in Finanzwelt 04/2026 

China-Schock 2.0 oder China-Chance?

Europas Dialog mit China tritt in eine neue Phase. Ende Juni traf EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič den chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Brüssel. Die EU fordert eine Neujustierung der Wirtschaftsbeziehungen: Während Chinas Exporte nach Europa immer weiter steigen, verlieren europäische Unternehmen in China selbst und auf Drittmärkten zunehmend Marktanteile. Allein im letzten Jahr stieg Chinas Warenhandelsüberschuss mit der EU um rund 15 % auf einen Rekordwert von 360 Mrd. Euro. Bis Oktober sollen daher nun konkrete Fortschritte zu Handelsbilanz, Exportkontrollen, geistigem Eigentum und WTO-Reformen erzielt werden; andernfalls drohen weitere europäische Schutzmaßnahmen und möglicherweise eine neue Eskalation des bislang schwelenden Handelskonflikts.