Multi Asset Alternative Investments
06.07.2026

Stabilität im volatilen Umfeld: Multi-Alternative-Strategien

Multi-Alternative-Fonds können institutionellen Anlegern unter einem Dach ein erhebliches Diversifikationspotenzial bieten und damit zur Stabilisierung beitragen. Gleichzeitig verringern sie den Aufwand und die Komplexität im Vergleich zu einem selbst aufgebauten breiten Portfolio. Axel Drwenski und Susanne Skujat zeigen, welche Bedeutung die Auswahl der konkreten Einzelbausteine und die Managerselektion für einen Multi-Alternative-Portfolio haben.

veröffentlicht im Absolut Report 3/2026, eine Publikation von Absolut Research

Multi Asset Alternative Investments

Institutionelle Investoren stehen derzeit vor vielfältigen Herausforderungen. An den Kapitalmärkten herrschen hohe Volatilität, Unsicherheiten aufgrund geopolitischer Konflikte und weiterhin Inflationsdruck. Vor diesem Hintergrund rücken Multi-Alternative-Strategien in den Fokus. Für viele Investoren haben sie sich bereits zu einem integralen Baustein ihres Portfoliomanagements etabliert. Multi-Alternative bedeutet in diesem Zusammenhang nicht die einfache Diversifikation, sondern das Anlagekapital systematisch über eine Masterfondsstruktur auf verschiedene Assetklassen zu verteilen, um die Rendite-Risiko-Matrix des Portfolios zu verbessern.

Das ist sowohl mit liquiden wie mit illiquiden Portfoliobausteinen möglich. Wir konzentrieren uns im Folgenden auf die illiquiden Bausteine eines Multi-Alternative-Fonds, auch wenn in der Praxis den liquiden Komponenten eine wichtige Rolle zukommt, selbst bei einer langfristig auf illiquide Assets ausgerichteten Strategie, nämlich wenn zu Beginn der Fondslaufzeit ein hoher Anteil an Liquidität bereitsteht, um dann sukzessive in illiquide Assets zu investieren.

Die früher dominante Kombination aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren in einem Portfolio ist heutzutage einer breiteren und komplexeren Allokation unterschiedlicher liquider wie illiquider Assetklassen und Steuerungsinstrumente gewichen, insbesondere durch die stärkere Einbindung von Alternative Investments. Dieser Entwicklung und der Funktion von Private-Market-Investments in einer robusten Multi-Alternative-Strategie soll der vorliegende Beitrag hauptsächlich Rechnung tragen.

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Amprion

Amprion: Ein Investment zwischen Regulierung, Stabilität und Energiewende

Der Ausbau der Stromnetze ist eine Voraussetzung für die Energiewende – und erfordert langfristiges Kapital. Für institutionelle Investoren eröffnet sich damit ein Anlagethema an der Schnittstelle von Energieversorgung und Infrastruktur. Wie eine mittelbare Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion strukturiert ist und welche Rolle sie im Portfolio spielen kann, erläutern Ines Weber und Max-Fabian Glöckner im Interview. Für Kreditinstitute gehen sie zudem auf die regulatorische Eigenkapitalunterlegung der gewählten Fondsstruktur ein.

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen – Einladung zum Online-Seminar // 30. September 2026

Hinter uns liegt ein Sommer, der den Kapitalmärkten trotz anhaltender geopolitischer Brandherde – insbesondere des schwelenden Konflikts im Nahen Osten – eine beachtliche Widerstandskraft abverlangt hat. Während die Aktienmärkte in diesem Umfeld neue Allzeithochs ausbildeten und sich auch die Creditmärkte robust zeigten, litten die Zinsmärkte unter erneut aufflammenden Inflationsängsten. Für Auftrieb bei den Renditen sorgten zudem die mangelnde Haushaltsdisziplin der Industrieländer sowie die Sorge vor einer zunehmenden politischen Einflussnahme auf die Fed in den USA. Ebenso erhöhte die durch den neuen Notenbankchef Kevin Warsh proklamierte Abkehr von der klassischen „Forward Guidance“ die geldpolitische Unsicherheit unter institutionellen Anlegern.

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