Renaissance defensiver Aktienstile Helaba Invest
09.07.2026

Die Renaissance defensiver Aktienstile – Die Rückkehr der Inflation verändert die Kapitalmärkte

Das aktuelle Marktumfeld wird zunehmend von einem alten Bekannten bestimmt: Inflation. Nach einem kurzen Rückgang der Teuerungsraten mehren sich die Zeichen, dass der Preisdruck struktureller geprägt ist, als viele Investoren antizipiert hatten. Der kostspielige Umbau hin zu widerstandsfähigeren Lieferketten (Deglobalisierung), der demografisch bedingte Fachkräftemangel mit steigenden Löhnen sowie eine anhaltend expansive Fiskalpolitik bilden ein solides Fundament für höhere Inflationsraten – und damit für dauerhaft anspruchsvollere Zinsniveaus. Verstärkt wird dieser Trend durch eine Serie geopolitischer Schocks, welche die Märkte teilweise überraschend trafen: Zuerst der Ukraine-Krieg, der Energie- und Rohstoffpreise abrupt auf ein dauerhaft höheres Niveau hievte und die Illusion günstiger, jederzeit verfügbarer Energie beendete. Anschließend trieb der eskalierende Zollstreit rund um den „Liberation Day“ im vergangenen Jahr die Fragmentierung des Welthandels weiter voran und übte erneut Druck auf globale Lieferketten und Kostenstrukturen aus. Und schließlich die jüngste scharfe Eskalation im Nahen Osten, die die Sorge vor neuen Störungen bei Öl- und Gaslieferungen schürte.

Renaissance defensiver Aktienstile Helaba Invest

Der geopolitische Risikoindex von Caldara und Iacoviello1Quelle: Bloomberg notiert inzwischen auf Niveaus wie zuletzt 2005 – ein deutliches Signal, dass die Kapitalmärkte mit weiteren Störfeuern rechnen müssen. Diese Konflikte sind längst mehr als bloßes Nachrichtenrauschen: Sie wirken direkt über Energiepreise, Transportwege und Produktionskosten auf die Inflationsdynamik. Während künstliche Intelligenz und Big Tech an den Börsen weiterhin die mediale Bühne beherrschen, verschiebt sich im Hintergrund angesichts der wieder aufgeflammten Inflationssorgen das makroökonomische Koordinatensystem. In den USA wie in der Eurozone werden erneut Zinserhöhungen oder zumindest länger höhere Leitzinsen („higher for longer“) eingepreist.

Warum sind defensive Stile in diesem Umfeld attraktiv wie lange nicht?

Aus Investorensicht rückt ein Aspekt besonders in den Vordergrund: Defensive Strategien erhöhen in einem volatilen Umfeld die individuelle Risikotragfähigkeit und erleichtern es, langfristig investiert zu bleiben. Wer Schwankungen begrenzt und zugleich laufende Erträge erzielt, muss weniger auf kurzfristige Marktbewegungen reagieren und kann sein Engagement in Aktien über mehrere Zyklen hinweg eher durchhalten, oftmals sogar ohne zusätzliches Risikomanagement. Dividenden- und Low Risk-Strategien gehören zu den klassischen, defensiven Anlageansätzen. Im Vergleich zu Wachstums- und Momentumtiteln wurden sie in den vergangenen Jahren deutlich weniger beachtet und sind heute – gemessen an ihrer eigenen Historie – weiterhin unterbewertet. Wie die Bewertungsrelationen in Abbildung 1 zeigen, ergibt sich daraus für Investoren eine ausgesprochen attraktive Ausgangslage für diese Faktoren.

Die Bewertung der Faktoren Dividende und Low Risk im Zeitverlauf

Abb1 Bewertung Der Faktoren Dividenden Und Low Risk Im Zeitverlauf


Abb. 1: Bewertung der Faktoren Dividende und Low Risk im Zeitverlauf; Quelle: Bloomberg, MSCI und eigene Berechnungen; Zeitraum Juli 2014 bis Mai 2026

Gerade jetzt zeigt sich, dass diese vermeintlich konservativen Strategien zentrale Herausforderungen der neuen Marktphase adressieren – von der hartnäckigen Inflation über das höhere Zinsniveau bis hin zu zunehmenden geopolitischen Spannungen.

Low Risk-Strategien zielen auf eine geringere Volatilität und ein niedrigeres Beta im Vergleich zum Markt ab, während Dividendenstrategien einen planbaren Ertragspuffer schaffen. In Kombination fördern sie ein diszipliniertes, langfristig ausgerichtetes Verhalten – genau die Haltung, die nötig ist, um das Renditepotenzial der Aktienmärkte über mehrere Zyklen hinweg zu nutzen. In einem Umfeld erhöhter Inflation und dauerhaft höherer Zinsen rückt zudem die Qualität laufender Erträge stärker in den Vordergrund. Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilen Geschäftsmodellen und verlässlichen Dividendenzahlungen können einen wesentlichen Teil der Gesamtrendite liefern – insbesondere dann, wenn Kursgewinne weniger planbar sind. Dividenden helfen dabei, den realen Wert des Vermögens zu schützen, da sie regelmäßig zufließen und sich bei etablierten Unternehmen im Zeitverlauf an Gewinnentwicklung und Preisniveau anpassen können. Dividendenstrategien werden so zu einem wirksamen Instrument, um Kaufkraftverluste zu begrenzen. Dies wird untermauert von Abbildung 2. Die Auswertungen basieren auf US-Daten, da hier die längste Historie vorliegt. Die Ergebnisse sind jedoch in ihrer Tendenz auf Europa übertragbar. Über den Zeitraum von Juli 1927 bis März 2026 erzielten die 30 % der Aktien mit dem höchsten Dividendenranking eine Outperformance von 1,26 Prozentpunkten pro Jahr gegenüber den 30 % mit dem niedrigsten Dividendenranking. Besonders deutlich wird der Vorteil in Phasen erhöhter Teuerung: Bereits ab einer Inflationsrate von mehr als 1 % liegt der Dividendenfaktor vorn: In diesen Perioden beträgt die Outperformance 1,78 Prozentpunkte pro Jahr.

Der Faktor Dividende in unterschiedlichen Inflationsregimen 

Abb2 Faktor Dividende In Unterschiedlichen Inflationsregimen

Abb. 2: Der Faktor Dividende in unterschiedlichen Inflationsregimen; Quelle: Fama und French, Shiller sowie eigene Berechnungen; Zeitraum Juli 1927 bis März 2026

Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Risikosteuerung: Geopolitische Konflikte, Handelsstreitigkeiten und politische Schocks führen immer wieder zu abrupten Marktkorrekturen. Low Risk-Portfolios, die auf Unternehmen mit robusten Cashflows, widerstandsfähigen Geschäftsmodellen und geringerer Schwankungsanfälligkeit setzen, können solche Stressphasen besser dämpfen. Sie neigen dazu, in geopolitischen Krisen weniger stark einzubrechen, wie jüngst während des Zollkonfliktes nach dem „Liberation Day“ (siehe Abbildung 3), und tragen damit zu einem stabileren Gesamtwertverlauf bei. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies: Weniger extreme Ausschläge und bessere Chancen, auch in unruhigen Phasen konsequent investiert zu bleiben.

Drawdown-Reduktion des Faktors Low Risk für ausgewählte geopolitische Schocks

Abb3 Drawndown Reduktion Faktor Dividende

Abb. 3: Drawdown-Reduktion des Faktors Low Risk für ausgewählte geopolitische Schocks; Quelle: Bloomberg und eigene Berechnungen

Die Stärke der Kombination: Stabiler Ertrag bei kontrolliertem Risiko

Während Dividendenstrategien also v.a. über laufende Ausschüttungen wirken und Low Risk-Ansätze die Schwankungsintensität reduzieren, entsteht ihr eigentlicher Mehrwert im Zusammenspiel beider Faktoren. Für Investoren stellt sich damit nicht nur die Frage, ob Dividende oder Low Risk, sondern wie eine ausgewogene Kombination beider Ansätze im Portfolio wirkt. Die Performancekennzahlen der 50/50-Allokation geben hier eine klare Antwort. Unter Rendite-/Risiko-Gesichtspunkten erfüllen beide Faktoren zunächst ihre Erwartungen: Sowohl Dividende als auch Low Risk erzielen eine Outperformance bei geringerem Risiko als der Markt (siehe Tabelle 1 und Abbildung 4). Das zeigt sich insbesondere im Abschwung: Der maximale Drawdown liegt bei beiden Faktoren rund 10 Prozentpunkte unter dem des Gesamtmarkts.

Die defensiven Faktor-Strategien leisten einen Mehrwert gegenüber dem breiten Markt

Abb4 Mehrwert Defensiver Faktor Strategien

Abb. 4: Die defensiven Faktor-Strategien leisten einen Mehrwert gegenüber dem breiten Markt; Quelle: Bloomberg und eigene Berechnungen; Zeitraum Juni 2006 bis März 2026

Die Kombination beider Ansätze geht noch einen Schritt weiter: Die 50/50-Allokation übernimmt im Wesentlichen die bessere Performance der beiden Einzelfaktoren – mit einer aktiven Mehrrendite von 0,67 % p.a. gegenüber dem Euro Stoxx – und wahrt gleichzeitig ein klar defensives Profil. Mit einer Volatilität von ca. 16,5 % liegt sie nur leicht über Low Risk (ca. 15 %), aber deutlich unter dem breiten Markt (ca. 20 %) und orientiert sich mit einem Tracking Error von gut 5% an der defensiveren Variante der Einzelstrategien.

Kennzahlen der Faktor-Strategien sind denen des breiten Markts überlegen

Tab1 Kennzahlen Faktorstrategien

Tab. 1: Kennzahlen der Faktor-Strategien; Quelle: Bloomberg und eigene Berechnungen; Zeitraum Juni 2006 bis März 2026

Fazit

Die künftige Marktentwicklung ist offen – ob Inflationsschub oder neue geopolitische Belastungen: Unterschiedliche Szenarien begünstigen jeweils entweder den Faktor Low Risk oder Dividende. Eine Kombination beider Faktoren erhöht daher die Robustheit des Portfolios, weil sie Risikoreduktion und einen stabilen, laufenden Ertrag bündelt und so in verschiedenen Marktphasen Ankerpunkte für die Wertentwicklung setzt. Vor diesem Hintergrund ist die Renaissance defensiver Aktienstile mehr als nur eine Stilpräferenz – sie ist eine zeitgemäße Antwort auf das neue Marktregime. Die Kombination aus Low Risk-Ansatz und einkommensorientierten Dividendenfonds adressiert gleichzeitig Inflationsdruck, Zinswende und geopolitische Unsicherheit. So entsteht ein Anlageprofil, das laufende Ausschüttungen mit einer gezielten Reduktion der Schwankungen verbindet und damit die Vorteile defensiver Aktienstrategien in einer Phase neu zur Geltung bringt, in der Sicherheit und Stabilität wieder stärker gefragt sind.

Das Thema ist vor diesem Hintergrund keine Modeerscheinung, sondern die sachlogische Konsequenz eines Umfelds, in dem geopolitische Spannungen und hartnäckige Inflation wieder zu den zentralen Anlagerisikofaktoren zählen. Für langfristig orientierte Investoren eröffnet sie die Chance, Ertrag und Risikotragfähigkeit neu auszubalancieren.

Disclaimer

Dies ist eine Marketing-Anzeige und bildet keine Offerte zum Kauf von Anteilen. Auf der Grundlage dieser Anzeige darf kein Kaufauftrag entgegengenommen werden.

Dieses Dokument wurde von der Helaba Invest mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken für professionelle Anleger gem. § 1 Abs. 19 Nr. 32 KAGB bzw. professionelle Kunden gem. § 67 Abs. 2 WpHG und ist nicht auf die speziellen Anlageziele, Finanzsituationen oder Bedürfnisse individueller Empfänger ausgerichtet. Bevor ein Empfänger dieses Dokuments auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen oder Empfehlungen handelt, sollte er abwägen, ob diese Entscheidung für seine individuellen Umstände passend ist und sollte folglich seine Anlageentscheidung unter Hinzuziehung eines unabhängigen fachlichen Beistandes treffen.

Das vorliegende Dokument ist ohne die dazugehörigen mündlichen Erläuterungen nur von eingeschränkter Aussagekraft. Alle in dem vorliegenden Dokument aufgeführten Informationen stammen aus Quellen, die von der Helaba Invest für zuverlässig befunden wurden. Dennoch übernimmt die Helaba Invest keinerlei Garantie für deren Richtigkeit oder Vollständigkeit und übernimmt keine Haftung für allfällige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen.

Berechnungen, die auf historischen Daten beruhen, stellen keine verbindliche Zusage oder Gewährleistung für die Zukunft dar. Daher bieten vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Die Berechnungsmethodik zur Wertentwicklung entspricht der BVI-Methode (netto).

Die Aussagen über zukünftige Erwartungen und andere in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf der gegenwärtigen Sichtweise und den gegenwärtigen Annahmen des Portfoliomanagements zu dem jeweils aktuellen Datum. Die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder Ereignisse sind abhängig von zukünftigen Marktänderungen und können erheblich von den in den abgegebenen Prognosen und Aussagen ausgedrückten abweichen.

Diese Publikation enthält lizenzpflichtige Indizes oder Indexdaten. In diesem Zusammenhang gilt Folgendes: (i) Weder die Helaba Invest noch der jeweilige Lizenzgeber und/oder Indexanbieter oder eines mit diesen verbundenen Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Garantie und/oder eine Gewährleistung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Indizes bzw. der den Indizes zugrundeliegenden Daten, (ii) die Indizes und die den Indizes zugrundeliegenden Daten sind lizenzrechtlich geschützt, die Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Lizenzgebers bzw. Indexanbieters und (iii) weder der Lizenzgeber noch der Indexanbieter noch ein mit diesen verbundenes Unternehmen oder sonstige Dritte übernehmen eine Verantwortung für Produkte bzw. sonstige Leistungen der Helaba Invest.

Die von der Helaba Invest angebotenen Investmentkonzepte unterliegen der fortwährenden Überprüfung. Die Helaba Invest behält sich daher die unangekündigte Änderung der hier dargestellten Konzepte, Vorgehensweisen bzw. Mechanismen oder ein nur temporäres Abweichen hiervon, bspw. aufgrund nicht prognostizierbarer exogener Umstände, vor.

Das dargestellte Produkt hat möglicherweise steuerliche Auswirkungen zur Folge. Zur Vermeidung von Steuernachteilen empfehlen wir daher dringend, einen Experten wie beispielsweise einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer rechtzeitig zu Rate zu ziehen. Für evtl. eintretende steuerliche Nachteile beim Kauf dieses Produktes oder Umsetzung einer in dieser Unterlage enthaltenen Information für Ihren Fonds können wir keine Haftung für allfällige Schäden übernehmen, die direkt oder indirekt mit dem dargestellten Produkt zusammenhängen.

Wissen entscheidet.

China-Schock 2.0 oder China-Chance?

Europas Dialog mit China tritt in eine neue Phase. Ende Juni traf EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič den chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Brüssel. Die EU fordert eine Neujustierung der Wirtschaftsbeziehungen: Während Chinas Exporte nach Europa immer weiter steigen, verlieren europäische Unternehmen in China selbst und auf Drittmärkten zunehmend Marktanteile. Allein im letzten Jahr stieg Chinas Warenhandelsüberschuss mit der EU um rund 15 % auf einen Rekordwert von 360 Mrd. Euro. Bis Oktober sollen daher nun konkrete Fortschritte zu Handelsbilanz, Exportkontrollen, geistigem Eigentum und WTO-Reformen erzielt werden; andernfalls drohen weitere europäische Schutzmaßnahmen und möglicherweise eine neue Eskalation des bislang schwelenden Handelskonflikts.

Kapitalanlage zukunftssicher gestalten Asset AllocationPlus Helaba Invest

Kapitalanlagen zukunftssicher gestalten – Strategien, um im Multikrisenmodus ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen

Die vergangenen Jahre haben die Kapitalanlagen deutscher Kreditinstitute grundlegend verändert. Das Ende der Nullzinsphase, stark schwankende Zinsniveaus, geopolitische Spannungen und wachsende regulatorische Anforderungen stellen Sparkassen und andere Institute vor die Aufgabe, ihre Kapitalallokation robuster, ertragsstärker und zugleich risikobewusst auszurichten. Die Frage, wie das Eigengeschäft in diesem Multikrisenmodus zukunftssicher zu gestalten ist, rückt dabei verstärkt in den Fokus:

Am Beispiel der Sparkasse Vorpommern und in Zusammenarbeit mit der Helaba Invest wurde im Rahmen eines Workshops beim „16. Bundesweiten Erfahrungsaustausch Kapitalallokation und Risikotragfähigkeit“ in Landshut gezeigt, wie es gelingen kann, ein Portfolio seit 2020 strukturiert weiterzuentwickeln, ohne das Risikoprofil unnötig auszuweiten, aber mit klar spürbaren Verbesserungen im RoRaC (Return on Risk adjusted Capital).

Wohninvestments in Europa Helaba Invest

Wohninvestments in Europa: Kann Living noch Alpha liefern? Vom Safe Haven zur aktiven Wertschöpfung

Wohninvestments haben sich in Europa in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten von einer Nische zu einem der zentralen Segmente des gewerblichen Immobilienmarkts entwickelt. Seit der Finanzkrise 2008/09 ist der Wohnanteil am gewerblichen Transaktionsvolumen deutlich und kontinuierlich gestiegen (siehe Abbildung 1). Treiber waren zum einen die sehr attraktiven Fundamentaldaten: In vielen Metropolregionen blieb das Angebot aufgrund knapper Grundstücke, steigender Baukosten und zurückhaltenden Projektentwicklungsaktivitäten begrenzt, während die Nachfrage infolge Binnenwanderung, steigender Studierendenzahlen und wiederkehrender Migrationswellen kontinuierlich zunahm. In der Nullzins- und Negativzinsphase 2015–2020 und noch einmal stärker während der Corona-Pandemie etablierten sich Wohninvestments zudem als „Safe Haven“. Wegen ihrer Krisenresilienz wurden sie als „bond-like“-Investment – als Ersatz für Zinsanlagen – angesehen.