Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen
25.09.2026

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen – Einladung zum Online-Seminar // 30. September 2026

Hinter uns liegt ein Sommer, der den Kapitalmärkten trotz anhaltender geopolitischer Brandherde – insbesondere des schwelenden Konflikts im Nahen Osten – eine beachtliche Widerstandskraft abverlangt hat. Während die Aktienmärkte in diesem Umfeld neue Allzeithochs ausbildeten und sich auch die Creditmärkte robust zeigten, litten die Zinsmärkte unter erneut aufflammenden Inflationsängsten. Für Auftrieb bei den Renditen sorgten zudem die mangelnde Haushaltsdisziplin der Industrieländer sowie die Sorge vor einer zunehmenden politischen Einflussnahme auf die Fed in den USA. Ebenso erhöhte die durch den neuen Notenbankchef Kevin Warsh proklamierte Abkehr von der klassischen „Forward Guidance“ die geldpolitische Unsicherheit unter institutionellen Anlegern.

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen

Unseren Kapitalmarktausblick auf die kommenden Monate möchten wir Ihnen gerne im Rahmen eines Online-Webinars vorstellen, zu dem wir Sie herzlich einladen. Dr. Christopher Thiem (Gruppenleiter Kapitalmarktresearch) wird einen Blick auf die allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen werfen, Thorsten Lang (Head of Asset Management Credit) die liquiden Assetklassen beleuchten und Axel Drwenski (Head of Research Transactions & Strategy Real Assets) die illiquiden Assetklassen analysieren. Die Moderation übernimmt Ines Weber (Product Managerin Alternatives).

Thema: „Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen“

Termin: Mittwoch, 30. September 2026

Uhrzeit: 11:00 – 12:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihre Helaba Invest

Wissen entscheidet.

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen

Unter Druck: Wie Energie, Inflation und Verschuldung die Kapitalmärkte beeinflussen

Hinter uns liegt ein Sommer, der den Kapitalmärkten trotz anhaltender geopolitischer Brandherde – insbesondere des schwelenden Konflikts im Nahen Osten – eine beachtliche Widerstandskraft abverlangt hat. Während die Aktienmärkte in diesem Umfeld neue Allzeithochs ausbildeten und sich auch die Creditmärkte robust zeigten, litten die Zinsmärkte unter erneut aufflammenden Inflationsängsten. Für Auftrieb bei den Renditen sorgten zudem die mangelnde Haushaltsdisziplin der Industrieländer sowie die Sorge vor einer zunehmenden politischen Einflussnahme auf die Fed in den USA. Ebenso erhöhte die durch den neuen Notenbankchef Kevin Warsh proklamierte Abkehr von der klassischen „Forward Guidance“ die geldpolitische Unsicherheit unter institutionellen Anlegern.

Biodiversität als Investmentthema: Engagement im Chemiesektor

Ökonomische Relevanz von Biodiversität im Asset Management am Beispiel der Chemiebranche

Biodiversität als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität

Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst die Vielfalt von Ökosystemen, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Diese Ebenen sind eng miteinander verbunden und bilden die Grundlage stabiler und leistungsfähiger Ökosysteme.

Funktionierende Ökosysteme erbringen zentrale Naturleistungen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaregulierung und Luftreinigung. Diese Leistungen sind nicht nur ökologisch bedeutsam, sondern auch wirtschaftlich relevant. Sie ermöglichen Produktion, stabilisieren Lieferketten und sichern langfristige Wertschöpfung. [1]

Der Zustand der Biodiversität verschlechtert sich deutlich. Seit 1970 sind die überwachten Bestände wildlebender Wirbeltiere im Durchschnitt um rund 73 Prozent zurückgegangen, bei Süßwasserarten liegt der Rückgang sogar bei rund 85 Prozent. [2] gleichzeitig stehen zentrale Ökosystemleistungen zunehmend unter Druck. Der Verlust ausgewählter Naturleistungen wie Bestäubung, marine Fischerei und Waldleistungen könnte ab 2030 jährliche globale Wohlstandsverluste von bis zu 2,7 Billionen US-Dollar verursachen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind Landnutzungsänderungen, landwirtschaftliche Expansion, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Verschmutzung und Klimawandel. [3]

Schwellenländeranleihen Safe Haven

Schwellenländeranleihen – der neue Safe Haven für Investoren?

Der Begriff „Safe Haven“ in Kombination mit Emerging Markets klingt ungewohnt und ist natürlich eine leichte Zuspitzung. Tatsächlich assoziieren wir Anleihen in Schwellenländern intuitiv mit Staatspleiten, Bankinsolvenzen, Hyperinflationen, politischen Kapriolen und hohen Zahlungsausfällen – Paradebeispiel des noch jungen 21. Jahrhundert dafür ist Argentinien. Wer an sichere Häfen denkt, hat für gewöhnlich eher Bundesanleihen, US-Treasuries oder hochliquide Investment-Grade-Corporate Bonds aus den Industrieländern vor Augen.

Aber ist dieses Bild noch zeitgemäß? Die durchschnittliche Verschuldung der sieben größten Indexgewichte der gängigen EM-Benchmark JP Morgan EMBI Global Diversified Index beträgt deutlich weniger als die Hälfte der Durchschnittsverschuldung der G7-Staaten. Das zeigt bei allen Unterschieden, dass solide Staatshaushalte keine Frage der Himmelsrichtung mehr sind. Eine Neuorientierung darüber, wo eigentlich sichere Häfen heutzutage liegen, scheint daher angebracht.

veröffentlicht in der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“ 16/2026