Helaba Invest schärft Fondsnamen ESMA Leitlienien
21.05.2025

Helaba Invest schärft Fondsnamen im Einklang mit ESMA-Leitlinien

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat neue Leitlinien zur Verwendung von ESG- und nachhaltigkeitsbezogenen Begriffen in Fondsnamen veröffentlicht. Ziel ist es, die Transparenz und Vergleichbarkeit für Anleger zu erhöhen und sicherzustellen, dass Nachhaltigkeitsbegriffe nur verwendet werden, wenn diese auch durch entsprechende Anlagestrategien unterlegt sind.

Die Helaba Invest begrüßt die Initiative der ESMA ausdrücklich und unterstützt deren Ziel, Greenwashing im Fondsbereich wirksam entgegenzuwirken. In Umsetzung der neuen Vorgaben hat die Helaba Invest die Bezeichnungen betroffener Fonds überarbeitet, um deren nachhaltigkeitsorientierte Anlagestrategien noch klarer und transparenter zu machen.

Helaba Invest schärft Fondsnamen ESMA Leitlienien

So werden ab dem 21. Mai 2025 unter anderem zwei benchmarkorientierte Aktienfonds mit Artikel-8-Klassifizierung gemäß der Offenlegungsverordnung (SFDR) einer gezielten Umbenennung unterzogen. Aus dem „HI-Sustainable Multi-Faktor Aktien Euroland-Fonds“ wird der „HI-Climate Transition Multi-Faktor Aktien Euroland-Fonds“, und der „HI-Sustainable Multi-Faktor Aktien Global-Fonds“ trägt künftig den Namen „HI-Climate Transition Multi-Faktor Aktien Global-Fonds“. Mit dieser Namensgebung soll der bestehende transitorische Schwerpunkt der Fonds noch stärker hervorgehoben werden. Durch gezielte Investitionen in Unternehmen mit klimafreundlichen Lösungen soll die Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und Gesellschaft weiter vorangetrieben werden.

„Mit der präziseren Benennung unserer Benchmark-Mandate schaffen wir noch mehr Transparenz für unsere institutionellen Kunden und bieten ihnen weiterhin eine nachhaltige sowie regulationskonformen Lösung, die den Anforderungen der ESMA-Leitlinien gerecht wird. Dass sich unser Verständnis von verantwortungsvollem Investieren auch im Rahmen benchmarkorientierter Multi-Faktor-Strategien auf Basis breiter Marktindizes konsequent umsetzen lässt, belegt die Stringenz und Glaubwürdigkeit unseres Ansatzes“, erklärt Olaf Tecklenburg, Mitglied der Geschäftsführung der Helaba Invest.

Mit diesen Maßnahmen unterstreicht die Helaba Invest ihr langjähriges Engagement für nachhaltige Kapitalanlagen und ihre Rolle als verlässlicher Partner in der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft.

 

Wissen entscheidet.

Wohninvestments in Europa Helaba Invest

Wohninvestments in Europa: Kann Living noch Alpha liefern? Vom Safe Haven zur aktiven Wertschöpfung

Wohninvestments haben sich in Europa in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten von einer Nische zu einem der zentralen Segmente des gewerblichen Immobilienmarkts entwickelt. Seit der Finanzkrise 2008/09 ist der Wohnanteil am gewerblichen Transaktionsvolumen deutlich und kontinuierlich gestiegen (siehe Abbildung 1). Treiber waren zum einen die sehr attraktiven Fundamentaldaten: In vielen Metropolregionen blieb das Angebot aufgrund knapper Grundstücke, steigender Baukosten und zurückhaltenden Projektentwicklungsaktivitäten begrenzt, während die Nachfrage infolge Binnenwanderung, steigender Studierendenzahlen und wiederkehrender Migrationswellen kontinuierlich zunahm. In der Nullzins- und Negativzinsphase 2015–2020 und noch einmal stärker während der Corona-Pandemie etablierten sich Wohninvestments zudem als „Safe Haven“. Wegen ihrer Krisenresilienz wurden sie als „bond-like“-Investment – als Ersatz für Zinsanlagen – angesehen.

Renaissance defensiver Aktienstile Helaba Invest

Die Renaissance defensiver Aktienstile – Die Rückkehr der Inflation verändert die Kapitalmärkte

Das aktuelle Marktumfeld wird zunehmend von einem alten Bekannten bestimmt: Inflation. Nach einem kurzen Rückgang der Teuerungsraten mehren sich die Zeichen, dass der Preisdruck struktureller geprägt ist, als viele Investoren antizipiert hatten. Der kostspielige Umbau hin zu widerstandsfähigeren Lieferketten (Deglobalisierung), der demografisch bedingte Fachkräftemangel mit steigenden Löhnen sowie eine anhaltend expansive Fiskalpolitik bilden ein solides Fundament für höhere Inflationsraten – und damit für dauerhaft anspruchsvollere Zinsniveaus. Verstärkt wird dieser Trend durch eine Serie geopolitischer Schocks, welche die Märkte teilweise überraschend trafen: Zuerst der Ukraine-Krieg, der Energie- und Rohstoffpreise abrupt auf ein dauerhaft höheres Niveau hievte und die Illusion günstiger, jederzeit verfügbarer Energie beendete. Anschließend trieb der eskalierende Zollstreit rund um den „Liberation Day“ im vergangenen Jahr die Fragmentierung des Welthandels weiter voran und übte erneut Druck auf globale Lieferketten und Kostenstrukturen aus. Und schließlich die jüngste scharfe Eskalation im Nahen Osten, die die Sorge vor neuen Störungen bei Öl- und Gaslieferungen schürte.

Multi Asset Alternative Investments

Stabilität im volatilen Umfeld: Multi-Asset-Fonds für Alternative Investments

Multi-Asset-Fonds können institutionellen Anlegern unter einem Dach ein erhebliches Diversifikationspotenzial bieten und damit zur Stabilisierung beitragen. Gleichzeitig verringern sie den Aufwand und die Komplexität im Vergleich zu einem selbst aufgebauten breiten Portfolio. Axel Drwenski und Susanne Skujat zeigen, welche Bedeutung die Auswahl der konkreten Einzelbausteine und die Managerselektion für einen Multi-Asset-Fonds aus Alternative Investments haben.

veröffentlicht im Absolut Report 3/2026, eine Publikation von Absolut Research