Corporate Private Debt Flexible Finanzierungslösungen mit attraktivem Rendite-/Risikoprofil

Die Anlageklasse Private Debt erzielte in den letzten Jahren aufgrund attraktiver Renditen einen starken Aufschwung in institutionellen Portfolios. Für einen nachhaltigen Anlageerfolg erfordert die Assetklasse ein tiefes Know-how.

Guido Justen

„Private Debt ist eine facettenreiche Assetklasse, die ein tiefgreifendes Verständnis für Kreditstrukturen, Marktzyklen und Risikomanagement erfordert.“

Guido Justen

Senior Portfolio Manager
Fund Management Real Assets

Corporate Private Debt – Ein facettenreiches Teilsegment von Private Debt

Die Bereitstellung von Krediten durch Nicht-Banken wird unter dem Begriff Private Debt zusammengefasst. Handelt es sich um die Finanzierung von Unternehmen, so spricht man von Corporate Private Debt. Investitionen in diese Assetklasse ermöglichen es institutionellen Investoren, insbesondere über Kreditfonds am Kreditmarkt sowohl an größeren als auch an mittelständischen Unternehmen zu partizipieren.

Aufgrund der geringen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen stellt die Assetklasse Corporate Private Debt aus Gründen der Portfoliodiversifikation und der guten Planbarkeit von Ausschüttungen eine sinnvolle Anlagealternative dar.

Erfahrener Strategieberater und Investor

Als Helaba Invest agieren wir auf der einen Seite als Strategieberater, auf der anderen Seite sind wir Investor. Dabei investieren wir sowohl direkt als auch indirekt in die Assetklasse Corporate Private Debt. Direkte Investitionen in Darlehen erfolgen über eigene Bündelungsvehikel, für indirekte Investitionen bieten wir institutionellen Investoren unseren Corporate Private Debt-Fonds an.

Unser Corporate Private Debt-Team verfügt über mehrere Jahrzehnte Investitionserfahrung und ist gewohnt, auch in schwierigen Marktphasen professionell zu agieren. Bei der Auswahl von möglichen Fondsinvestitionen führen wir im Interesse unserer Investoren pro Jahr mehrere hundert Gespräche mit Fondsmanagern. Ziel dieser Gespäche ist es, einerseits die Marktentwicklungen auf globaler Ebene zu erfassen und andererseits eine größtmögliche Auswahl an Investitionsopportunitäten zu haben.

Der entscheidende Faktor bei Darlehensinvestitionen ist die Risikominimierung, da die Verzinsung eines Darlehens die maximal mögliche Rendite darstellt. Da man Risiken, nicht aber Wettbewerb kontrollieren kann, ist die Identifizierung von Alpha bei Managern von entscheidender Bedeutung. Bei den Equity Anlageklassen im Alternatives Bereich ist dies einfacher als im Darlehensbereich, da die Fondsmanager grundsätzlich passiv unterwegs sind, d.h. das finanzierte Unternehmen weniger beeinflusst werden kann. Die Fähigkeit eines Kreditteams sehr schnell von einer passiven Betreuung in eine proaktive Betreuung bei problembehafteten Darlehen umschalten zu können, ist beispielsweise ein wichtiger Erfolgsfaktor zur Risikominimierung.

Mit unserem Euro-Senior-Debt-Fonds, welcher ausschließlich in EURO denominierte Tranchen investiert und in Kooperation mit der Helaba aufgelegt wird, können konservative Investoren von der profunden Erfahrung der Helaba und Helaba Invest profitieren.

Wissen entscheidet.

ALC dpn WS Helaba Invest

Sehen wir uns auf der dpn ASSETS & LIABILITIES CONVENTION #6?

Am 15. und 16. September 2026 ist es in der Zeche Zollverein in Essen wieder so weit: die dpn ASSETS & LIABILITIES CONVENTION wird für zwei Tage zur wichtigsten Informationsplattform für das Pension- und Asset Management.

Wir freuen uns sehr, Sie an unserem Stand Nr. 16  zu empfangen.

Melden Sie sich gleich für unseren Workshop an!

Biodiversität als Investmentthema: Engagement im Chemiesektor

Ökonomische Relevanz von Biodiversität im Asset Management am Beispiel der Chemiebranche

Biodiversität als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität

Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst die Vielfalt von Ökosystemen, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten. Diese Ebenen sind eng miteinander verbunden und bilden die Grundlage stabiler und leistungsfähiger Ökosysteme.

Funktionierende Ökosysteme erbringen zentrale Naturleistungen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaregulierung und Luftreinigung. Diese Leistungen sind nicht nur ökologisch bedeutsam, sondern auch wirtschaftlich relevant. Sie ermöglichen Produktion, stabilisieren Lieferketten und sichern langfristige Wertschöpfung. [1]

Der Zustand der Biodiversität verschlechtert sich deutlich. Seit 1970 sind die überwachten Bestände wildlebender Wirbeltiere im Durchschnitt um rund 73 Prozent zurückgegangen, bei Süßwasserarten liegt der Rückgang sogar bei rund 85 Prozent. [2] gleichzeitig stehen zentrale Ökosystemleistungen zunehmend unter Druck. Der Verlust ausgewählter Naturleistungen wie Bestäubung, marine Fischerei und Waldleistungen könnte ab 2030 jährliche globale Wohlstandsverluste von bis zu 2,7 Billionen US-Dollar verursachen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind Landnutzungsänderungen, landwirtschaftliche Expansion, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Verschmutzung und Klimawandel. [3]

Schwellenländeranleihen Safe Haven

Schwellenländeranleihen – der neue Safe Haven für Investoren?

Der Begriff „Safe Haven“ in Kombination mit Emerging Markets klingt ungewohnt und ist natürlich eine leichte Zuspitzung. Tatsächlich assoziieren wir Anleihen in Schwellenländern intuitiv mit Staatspleiten, Bankinsolvenzen, Hyperinflationen, politischen Kapriolen und hohen Zahlungsausfällen – Paradebeispiel des noch jungen 21. Jahrhundert dafür ist Argentinien. Wer an sichere Häfen denkt, hat für gewöhnlich eher Bundesanleihen, US-Treasuries oder hochliquide Investment-Grade-Corporate Bonds aus den Industrieländern vor Augen.

Aber ist dieses Bild noch zeitgemäß? Die durchschnittliche Verschuldung der sieben größten Indexgewichte der gängigen EM-Benchmark JP Morgan EMBI Global Diversified Index beträgt deutlich weniger als die Hälfte der Durchschnittsverschuldung der G7-Staaten. Das zeigt bei allen Unterschieden, dass solide Staatshaushalte keine Frage der Himmelsrichtung mehr sind. Eine Neuorientierung darüber, wo eigentlich sichere Häfen heutzutage liegen, scheint daher angebracht.

veröffentlicht in der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“ 16/2026